Landkarte Swasiland klein

SWASILAND (SWZ)


Fahne Swasiland

Übersicht:
Swaziland
Umbuso weSwatini
Kingdom of Swaziland
Südliches Afrika
Geographische Lage: 25°S - 27°S / 36°O - 32°O
Swasiland grenzt im Norden, Westen und Süden an Südafrika und im Osten an Mosambik. Das Land teilt sich in vier geographische Regionen: das Inkangala-Hochveld, ein Streifen teilweise aufgeforsteter, zerklüfteter Landschaft, einschl. des Usutu-Pinienwaldes; die Peak-Wälder im Nordwesten; das Mittelveld, das sich sanft vom Hochveld über Hügel auf fruchtbare Täler senkt und das Unterveld oder Buschland mit 170-360 m hohen Hügeln. Am östlichen Rand des Untervelds liegt das Lubombo-Plateau, das überwiegend als Weide- und Ackerland genutzt wird. Swasiland ist eines der bestbewässerten Länder des südlichen Afrika. Die vier größten Flüsse, Komati, Usutu, Mbuluzi und Ngwavuma, fließen von West nach Ost und münden in den Indischen Ozean.
Zeitzone: MEZ + 1h
Fläche: 17.363 qkm
Höchster Punkt: Emlembe 1862 m
Tiefster Punkt: Usutu River 21 m
Klima: Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa um 6 Monate verschoben, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer und umgekehrt. Im Lowveld ist das Klima fast tropisch, im Highveld gemäßigt.
Flora und Fauna: Zum Tierbestand zählen Löwen, Leoparden, Flußpferde, Antilopen und Giraffen.
Hauptstadt: Mbabane
Bevölkerung: 1,131.000
Bevölkerungsdichte: 65/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Swazi 84%, Zulu 10%, Tsonga 3%
Religion: Christen 60%, Naturreligionen 40%
Sprache: Amtssprache ist Siswati. Englisch wird ebenfalls gesprochen.
Politisches System: Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) seit 1973. Verfassung von 1968 (seit 1973 außer Kraft); seit 1996 wird an einer neuen Verfassung gearbeitet. Parlament (Libandla): Nationalversammlung mit 65 Mitgliedern und Senat mit 30 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: König Mswati III., seit 1986. Regierungschef: Barnabas Sibusiso Dlamini, seit 1996. Unabhängig seit 1968 (ehemaliges britisches Protektorat).
Währung: 1 Lilangeni = 100 Cents
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 4.600 EUR
Wirtschaft: Bestimmender Faktor der swasiländischen Wirtschaft ist die enge Verbindung zur Republik Südafrika; Swasiland ist Mitglied der Südafrikanischen Zollunion und gehört zum Währungsgebiet des Rand. Wichtigste Erwerbsquelle ist die Landwirtschaft, in der 65% der Bevölkerung beschäftigt sind. Die Hauptexporterzeugnisse sind Zucker, Zitrusfrüchte und Ananas. Weitere Schlüsselindustrien sind die Asbestproduktion und der Kohlebergbau. Die Forstwirtschaft spielt ebenfalls eine Rolle. Der Tourismus, überwiegend aus Südafrika, ist im Wachstum begriffen. Seit einigen Jahren krankt die Wirtschaft an der sinkenden Nachfrage nach den Hauptexportprodukten und an Devisenmangel. Die Regierung bemüht sich, die Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft und im Bergbau zu fördern, hat sich jedoch häufig gegen den Vorwurf wehren müssen, daß ein Großteil der angeblichen Landesprodukte aus dem von Handelsembargos betroffenen Südafrika kam. Das Ende internationaler Sanktionen gegen Südafrika wird sich langfristig positiv auf Swasilands Wirtschaft auswirken, kurzfristig könnte es hingegen eine vorübergehende Abnahme der Exporteinkünfte zur Folge haben. Nach Südafrika ist Großbritannien der wichtigste Handelspartner des Landes.
Zuckerrohr, Orangen, Ananas, Kartoffeln, Reis, Tomaten, Baumwolle, Viehzucht.
Gewinnung von Asbest, Eisenerzen, Anthrazit-Kohle.
Exportgüter: Zucker, Zitrusfrüchte, Eisenerz, Asbest, Fleisch, Felle.
Landwirtschaft: 10%
Industrie: 48%
Dienstleistung: 42%
Lebenserwartung: 40 Jahre
Analphabetenrate Männer: 19%
Analphabetenrate Frauen: 21%
Information: http://www.swasiland.de/


Das Land
Swasiland liegt an der Großen Randstufe von Südafrika, zwischen den Rand- und Drakensbergen in Mpumalanga und dem Küstentiefland von Kwazulu/Natal und Mosambik. Es ist gekennzeichnet durch den stufenförmigen Abfall vom über 1500 m hohen Hoeveld von Transvaal im Westen zum unter 100 m tief gelegenen Lowveld, das nach Osten von der 300-800 m hohen Kette der Lebomboberge vom Küstentiefland abgetrennt wird. Die Niederschläge sind besonders in den höheren Lagen recht hoch und fallen im Sommer; die Temperaturen sind in den Höhen gemäßigt und in den tiefen Zonen höher. Der Wald des feuchten Hochlands ist durch Brennholzschlag und Beweidung weitgehend einer Grasvegetation gewichen (einige Flächen sind wieder aufgeforstet worden); in den übrigen Landesteilen herrscht die Trockensavanne.

Die Bevölkerung
Über 90% der afrikanischen Bevölkerung gehören dem Bantuvolk der Swasi an, daneben gibt es Zulu u. a. Bantugruppen sowie rund 5000 Weiße und mehrere tausend Mischlinge.

Die Wirtschaft
Die Viehzucht und der Anbau von Mais, Hirse, Erdnüssen und Bohnen dienen vornehmlich der Eigenversorgung. Große Bewässerungsanlagen ermöglichen für den Export den Anbau von Zuckerrohr, Zitrusfrüchten, Reis und Ananas; Baumwolle und Tabak werden im Trockenfeldbau angebaut. Etwas geringere Bedeutung hat die Viehwirtschaft (Rinder und Ziegen) und auch die Forstwirtschaft. Große Bestände von Kiefern, Eukalyptus und Gerberakazien dienen der Holz- und Cellulosegewinnung. An Bodenschätzen werden Asbest, Diamanten und Kohle exportiert. Die Industrie verarbeitet Rohprodukte zum Export: Cellulose, Zucker und Fruchtkonserven.

Der Verkehr
Verkehrsmäßig ist das Land recht gut erschlossen. Es gibt 3825 km Straßen. Das Eisenbahnnetz (320 km) dient ausschließlich dem Güterverkehr und ist an das Streckennetz der Republik Südafrika angeschlossen; am bedeutendsten ist die Transitstrecke von Mpumalanga nach Durban (Republik Südafrika). Der Luftverkehr gewinnt an Bedeutung, bei Matsapa befindet sich ein moderner Flughafen.

Die Geschichte
Die Nation der Swasi bildete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Verlauf der Erschütterungen, die die Reichsbildung der Zulu unter Tschaka in Südafrika auslöste. Nach dem Burenkrieg kam Swasiland unter britische Oberhoheit. Die Swasimonarchie übernahm wieder die Führung der Politik, als Swasiland 1968 als letztes britisches Gebiet auf dem afrikanischen Festland (außer Rhodesien) unabhängig wurde. Staats-oberhaupt von 1921 bis zu seinem Tod 1982 war König Sobhuza II. Ihm folgte zunächst eine seiner Witwen als Regentin. 1986 wurde Kronprinz Makhosetive als Mswati III. zum neuen König gekrönt. Swasiland ist wirtschaftlich eng mit der Republik Südafrika verflochten.

Reiseinformation
Die reizvolle Landschaft des Ezulwini-Tals ist die Hauptattraktion des Landes. In diesem malerischen Tal erwarten den Besucher u. a. der ausgezeichnete Royal-Swazi-Golfplatz, das besagte Spielkasino, eine heiße Mineralquelle (es gibt sieben weitere im Land), ein Fitneßstudio und zahlreiche Hotels. Manzini, das Industriezentrum des Landes, liegt ca. 30 Autominuten östlich des Tals. Der Weg dorthin führt am Wegweiser zu den berühmtesten Wasserfällen des Landes vorbei, den Mantenga-Fällen mit dem angeschlossenen geschäftigen Mantenga-Kunst- und Handwerkszentrum und dem nahegelegenen Mlilwane-Wildreservat. Weiter geht die Fahrt zunächst an Lobamba vorbei, der Verwaltungshauptstadt des Königreichs, am Matsapha-Flughafen und schließlich am Matsapha-Industriegebiet.
Mlilwane ist das älteste Wildreservat des Landes. Man hat hier große Anstrengungen unternommen, bestimmte Tiere wieder im Land anzusiedeln.
Nach Mlilwane sind zwei weitere Schutzgebiete eingerichtet worden: Hlane im Nordosten, wo große Tierherden über die Ebenen ziehen; und Malolotsha im Norden in der Nähe des Piggs Peak, auf dem Gipfel einer von Tälern und Wasserfällen umgebenen Bergkette in einer atemberaubenden Landschaft. Beide Schutzgebiete sind einfach per Straße zu erreichen.
Ein weiteres Hotel mit Spielkasino befindet sich in Nhlangano, ca. 120 km südlich von Mbabane, mit einem ausgezeichneten Golfplatz und Swimmingpool.
Der nahegelegene Fluß Mkondo schlängelt sich durch Schluchten und Täler und schießt über Wasserfälle und Stromschnellen. In dieser Region kann man einige der besten Felsenzeichnungen der Buschmänner Swasilands besichtigen, weitere Zeichnungen gibt es auch in den Bergen nördlich von Mbabane.

Verkehrsmittel:
BUS/PKW: Das Straßennetz ist relativ gut; Straßen sind jedoch oft schmal, kurvenreich und gefährlich. Linksverkehr. Fernbusse verbinden die verschiedenen Landesteile. Mietwagen sind am Flughafen, in Mbabane und Manzini erhältlich.

Unterkunft:
n Swasiland gibt es einige gute Hotels von internationalem Standard; Vorausbuchung wird empfohlen. Außerhalb der Städte sind kleinere Hotels, Guest Houses, Camping- und Wohnwagenplätze vorhanden.


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