Landkarte Sao Tome und Principe klein

SAO TOME UND PRINCIPE (STP)


Fahne Sao Tome und Principe

Übersicht:
República democrática de São Tomé e Príncipe
Democratic Republic of São Tomé and Príncipe
Westafrika
Geographische Lage: 1°00 N / 7°00 O
São Tomé und Principe besteht aus zwei großen Inseln (São Tomé: 836 qkm und Principe: 128 qkm) sowie aus den kleineren Inseln Cabras, Gago Coutinho, Pedras Tinhosas und Rolas, die etwa 200 km vor der Westküste Gabuns im Golf von Guinea liegen. Die Landschaft ist zerklüftet und dicht bewaldet.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 1.001 qkm
Höchster Punkt: Pico de Sao Tome 2024 m
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean 0 m
Größte Insel: Sao Tome 859 qkm
Klima: Äquatoriales Klima mit einer warmen und vor allem in den Bergen niederschlagsreichen Zeit von September bis Mai. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Flora und Fauna: Die Pflanzenwelt besteht aus dichtem Regen- und Bergwald. In der Tierwelt sind Säugetiere kaum vertreten.
Hauptstadt: Sao Tome
Bevölkerung: 157.000
Bevölkerungsdichte: 157/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Mestizen, Angolaner, Forros
Religion: Christen 80%
Sprache: Amtssprache ist Portugiesisch. Crioulo, ein auf dem Portugiesischen basierendes Kreol, dient als Umgangssprache. Englisch und Französisch werden ebenfalls gesprochen.
Politisches System: Republik seit 1975. Verfassung von 1990. Nationalversammlung mit 55 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Miguel Trovoada, seit 1991. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Regierungschef: Guilherme Posser da Costa, seit 1999. Unabhängig seit 1975 (ehemalige portugiesische Kolonie).
Währung: 1 Dobra = 100 Centimos
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 1.100 EUR
Wirtschaft: Grundlage der Wirtschaft ist der Export landwirtschaftlicher Produkte, überwiegend Kakao, Palmöl, Bananen, Kaffee und Kokosnüsse. Da die Agrarerzeugnisse hauptsächlich für den Export bestimmt sind, muß ein Großteil des Nahrungsmittelbedarfs durch Importe gedeckt werden. Diversifizierung, Privatisierung und der Aufbau von landwirtschaftlichen Kleinbetrieben soll die Abhängigkeit vom Kakaoexport und damit vom Weltpreis veringern. Die Fertigungswirtschaft beschränkt sich auf die Bereiche Nahrungsmittelverarbeitung und Verbrauchsgüterproduktion (v. a. Seife, Textilien und Bier). Wichtige Bezugsgebiete sind Portugal und Angola, Hauptexportmarkt sind die Niederlande. São Tomé und Principe ist Mitglied der Afrikanischen Entwicklungsbank.
Kakao, Kaffee, Zuckerrohr, Kokos- und Ölpalmen.
Landwirtschaft: 23%
Industrie: 19%
Dienstleistung: 58%
Lebenserwartung: 65 Jahre
Analphabetenrate Männer: 15%
Analphabetenrate Frauen: 38%
Information: http://www.sao-tome.com/


Das Land
Die Inselgruppe (Sao Tome 859 km2, Principe 128 km2 sowie die Isletas Pedras Tinhosas und Rolas) liegt im Golf von Guinea. Sie ist vulkanischen Ursprungs und wird vom nicht mehr tätigen Pico des Sao Tome (2024 m) überragt. Das Klima auf den Inseln ist tropisch-feucht mit starken Niederschlägen während der Regenzeit (September-Juni). Auf Sao Tome wächst tropischer Regenwald und in höheren Lagen tropischer Bergwald.

Die Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht zu 90% aus Bantu ("Forros", "Angolares"), ferner Mulatten und wenigen Weißen. 85% der Bevölkerung sind Katholiken. Neben der Staatssprache Portugiesisch wird das Crioulo, eine Mischsprache aus Portugiesisch und Bantusprachen, gesprochen.

Die Wirtschaft
Auf den Inseln wurden Ende des 15. Jahrhunderts von Portugiesen die ersten tropischen Plantagen der Welt (Anbau von Zuckerrohr) errichtet. Heute ist Kakao das wichtigste Anbauprodukt. Der Fremdenverkehr befindet sich in den Anfängen. Der wichtigste Hafen ist in Ana Chaves auf Sao Tome. Es gibt drei Flughäfen (davon zwei auf Sao Tome).

Die Geschichte
Um 1470 entdeckten die Portugiesen die damals unbewohnten Inseln und nahmen sie für ihr Mutterland in Besitz. Noch vor 1600 begann die Besiedlung. 1522 wurde Sao Tome, 1558 Principe Krondomäne. Nach Erklärung zur portugiesischen Übersee-provinz 1951 erhielt das Territorium am 12. 7. 1975 die Unabhängigkeit. Die MLSTP (Movimento de Liberta de Sao Tome e Principe) entwickelte sich zur sozialistisch orientierten Einheitspartei. Ihr Generalsekretär Manuel Pinto da Costa wurde erster Staatspräsident (1980 und 1985 wieder gewählt). 1990 wurde die Demokratisierung des Landes eingeleitet. Die ersten freien Präsidentschaftswahlen gewann 1991 der Oppositionspolitiker Miguel Trovoada. Er wurde am 15. 8. 1995 durch einen Militär-putsch gestürzt, auf ausländischen Druck hin jedoch kurze Zeit später wieder ins Amt eingesetzt. 1996 wurde er als Präsident wieder gewählt.

Reiseinformation:
Die Inseln sind eine Kette erloschener Vulkane mit einer zerklüfteten Landschaft, Wäldern und palmengesäumten Stränden. Die unverfälschte Schönheit der Natur und die erholsame Abgeschiedenheit suchen ihresgleichen. Die Stadt São Tomé mit ihren portugiesischen Kolonialbauten ist besuchenswert. Das Hotel Miramar arrangiert auf Anfrage Boots- und Ausflugsfahrten. An der Küste des Bom Bom Island Resorts bestehen Möglichkeiten zum Hochseeangeln.

Verkehrsmittel;
FLUGZEUG: Linienflugverkehr mit der nationalen Fluglinie Air São Tomé e Príncipe (KY) täglich (außer samstags) von São Tomé nach Principe (Flugzeit 35 Min.).
SCHIFF: Relativ unregelmäßige Fährverbindungen.
BUS/PKW: Das 380 km lange Straßennetz ist nur teilweise asphaltiert. Fahrzeuge mit Allradantrieb sind für Fahrten außerhalb der Städte notwendig. Das Busliniennetz ist gut. Taxis sind ebenfalls vorhanden. Mietwagen kann man von verschiedenen Autovermietungen erhalten.

Unterkunft:
Landesweit gibt es 11 Hotels. Das Hotel Miramar hat 50 Zimmer. Restaurants, Imbißstube, Swimmingpool, Duty-free-Shop, Bars, Tennis- und Squashplätze, ein Billardtisch, Video- und Satellitenfernsehen, ein Anleger mit Wassersportanlagen sowie Konferenzräume für 200 Personen stehen hier zur Verfügung. Das neue Hotel Marlin Beach liegt an einem der schönsten Strände São Tomés und bietet Standard- bis Luxusunterbringung in 50 Zimmern, Restaurant und Swimmingpool. Die Hotels Avenida und Residencial Jardim sind zwei kleinere, aber relativ komfortable Hotels. Auf Principe gibt es nur ein Hotel. Das Bom Bom Island Resort bietet Unterkunft in 25 Bungalows, die zu Privatstränden führen. Es gibt auch eine Kette staatlicher Pensionen mit einfacher, zweckmäßiger Ausstattung.


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