

Übersicht:
Morocco
Al-Mamlakah al-Maghribiyah
Kingdom of Morocco
Nordafrika
Geographische Lage: 23°N - 26°N / 1°W - 16°W
Marokko liegt an der westlichen Spitze Nordafrikas und wird im Osten von Algerien und im Süden von der Westsahara begrenzt. Durch die Mitte des Landes zieht sich das Atlasgebirge, das zu den fruchtbaren Ebenen und Sandstränden der Atlantikküste hin abfällt. Der Mittlere Atlas steigt vom Süden bis auf über 3000 m an und ist mit Pinien, Eichen und Zedern bewachsen, hier gibt es viel Weideland und kleine Seen. Das Rif-Gebirge erstreckt sich entlang der Nordküste. Ebenfalls an der Nordküste liegen die Häfen Ceuta (Sebta) und Melilla, die von Spanien verwaltet werden.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 458.730 qkm
Höchster Punkt: Jebel Toubkal 4165 m
Tiefster Punkt Sebkah Tah - 55 m
Längster Fluß: Moulouya 515 km
Klima: Entlang der nördlichen Atlantikküste herrscht ein maritimes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern bei stets hoher Luftfeuchtigkeit. Im Norden Mittelmeerklima; im Landesinneren und im Süden wird es zunehmend heißer und trockener. Charakteristisch für Rabat und weite Gebiete Marokkos ist der in unregelmäßigen Abständen auftretende Wüstenwind (Chergui), der in der Regel für einige Tage hohe Temperaturen (bis 45° Celsius) bringt.
Flora und Fauna: Die Tiefebenen bestehen vor allem aus Busch- und Grasland, das nach Süden hin karger und dorniger wird. In den Wüstenoasen gedeihen Dattelpalmen. An den nördlichen Gebirgshängen finden sich ausgedehnte Wälder aus immergrünen Eichen und Zedern, in den tiefergelegenen Gebieten herrschen Thuja, Wacholder und Ginster vor. Im Rharb und im Rif sind weite Regionen mit Korkeichen bewachsen. Die Tierwelt Marokkos ist weitgehend mediterran, wird aber bereichert durch Cuvier-Gazellen und Berberaffen. Der Fennek (Großohrfuchs) lebt als Wüstentier im Süden., Mufflons gibt es in den Schluchten der Gebirge.
Hauptstadt: Rabat
Bevölkerung: 30,168.000
Bevölkerungsdichte: 66/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Araber 69%, Berber 30%
Religion: Muslim 98%, Christen 1%
Sprache: Amtssprache ist Arabisch, es werden aber auch Berbersprachen gesprochen. Zweitsprache ist Französisch, das vor allem in Geschäfts- und Verwaltungskreisen gesprochen wird. Im Norden und Süden spricht man auch Spanisch, in den Städten oft auch etwas Englisch.
Politisches System: Parlamentarische Monarchie seit 1972. Verfassung von 1992, letzte Änderung 1996. Zweikammerparlament: Nationalversammlung mit 325 und Senat mit 270 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: König Mohammed VI., seit 1999. Regierungschef: Abderrahman Youssoufi, seit 1998. Unabhängig seit 1956 (ehemaliges französisches und spanisches Protektorat).
West-Sahara: Das Referendum über den politischen Status der West-Sahara war nach mehrmaliger Verschiebung für den 31. Juli 2000 geplant. Die Demokratische Arabische Republik Sahara (Proklamation 27.02.1976) ist von 29 Mitgliedsländern der Organisation der Afrikanischen Einheit sowie von 60 Staaten weltweit anerkannt.
Währung: 1 Dirham = 100 Franc
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 4.000 EUR
Wirtschaft: 31% der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Angebaut werden hauptsächlich Getreide, Zitrusfrüchte und Gemüse. Marokko ist weltweit der größte Produzent von Kalziumphosphat und hat weitere bedeutende Mineralvorkommen wie Eisenerz, Kohle, Blei, Zink, Kobalt, Kupfer, Silber und Mangan. Die Haupterzeugnisse der herstellenden Industrie sind Nahrungsmittel, Textilien und Lederartikel. Wichtigste Devisenquelle neben dem Tourismus sind die Überweisungen der 1,6 Mio. Gastarbeiter, von denen etwa 50% in Frankreich arbeiten. Hohe Geburtenraten, Arbeitslosigkeit, Mißwirtschaft im öffentlichen Sektor und hohe Auslandsverschuldung wirken sich weiterhin negativ auf die Wirtschaft aus. Die Aussichten auf die gewünschte EU-Mitgliedschaft sind gering, obwohl es in den nächsten 15 Jahren zu einer Freihandelszone zwischen Marokko und der EU kommen soll. Marokko ist Mitglied der Afrikanischen Entwicklungsbank und Gründungsmitglied der Maghreb-Union. Haupthandelspartner sind die EU-Länder, vor allem Frankreich. Spanien, Deutschland und die USA sind die wichtigsten Bezugsländer.
Getreide, Oliven, Zitrusfrüchte, Datteln, Wein, Gemüse, Baumwolle, Zuckerrüben, Viehzucht.
Fischfang.
Gewinnung von: Phosphaten, Eisen, Edelmetalle, Steinkohle, Erdöl.
Konservenfabriken, Textil-, Eisen-, chem. Betriebe, Erdölraffinerien, Kunsthandwerk,
Exportgüter: Phosphate, Zitrusfrüchte, Fischkonserven
Landwirtschaft: 16%
Industrie: 30%
Dienstleistung: 54%
Lebenserwartung: 69 Jahre
Analphabetenrate Männer: 38%
Analphabetenrate Frauen: 64%
Information: http://www.mincom.gov.ma/
Das Land
Hinter einer schmalen, gut beregneten und fruchtbaren Küstenebene und der 600-1000 m hohen Hochfläche der Meseta erheben sich die Ketten des Atlasgebirges, im Norden der Mittlere Atlas (3343 m), dann der Hohe Atlas (Jabal Tubqal 4165 m) und im Süden der Antiatlas (3304 m). Der Mittelmeerküste folgt das Rifgebirge (2456 m). Zwischen den teilweise von Korkeichen, Zedern und Nadelbäumen bestandenen Gebirgen erstrecken sich steppenhafte Hochbecken; nach Südosten geht das Land in die Wüste der Sahara über, in die einzelne Oasen eingestreut sind.
Die Bevölkerung
Die überwiegend islamische Bevölkerung besteht zu über 50 % aus Arabern, zu 35 % aus berberischen Volksstämmen.Der Anteil der Europäer (meist Franzosen und Spanier) und der Juden ist seit 1956 stark zurückgegangen. Staatssprache ist das Arabische (daneben verschiedene Berberdialekte); Handels-, Bildungs- und zweite Amtssprache sind Französisch bzw. Spanisch.Marokko besitzt elf Universitäten; die älteste (Fes) wurde im 9. Jahrhundert gegründet.
Die Wirtschaft
Die Landwirtschaft beschäftigt 41% der Erwerbstätigen. Die zum Teil im Besitz von Europäern verbliebenen Großbetriebe sind für die Marktproduktion wichtig. Daneben herrschen im traditionellen Sektor Kleinbetriebe vor. Angebaut werden Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Oliven, Zitrusfrüchte, Baumwolle, Wein, Mandeln, Datteln und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, in Ostmarokko und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben (Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Kamele, Pferde). Rund 10% des Waldbestandes sind Korkeichen (Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Erde). Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste sind bedeutend für den Export. Marokko verfügt über bedeutende Minerallagerstätten, in erster Linie Phosphat und Salz sowie Mangan-, Blei-, Eisen-, Zink-, Zinn-, Antimon-, Uranerze und Steinkohle, außerdem über kleinere Erdgasfelder. Die Industrie verarbeitet vor allem die Agrar- und Fischfangerträge. Wichtig ist auch die Textilindustrie, die Metallverarbeitung, die Kfz-Montage und die chemische Industrie. Die traditionelle Verarbeitung von Leder, Häuten, Textilien, Metallwaren u. a. spielt auch jetzt noch eine wichtige Rolle. In der Energiewirtschaft kann Marokko seinen Bedarf nur zu rund 13% aus eigenen Mitteln decken.
Der Verkehr
Das Verkehrsnetz umfasst rund 30 000 km Asphaltstraßen und rund 30 000 km wenig befestigte Straßen; das Eisenbahnnetz hat rund 1900 km Streckenlänge mit einer Hauptachse von Marrakesch über Casablanca nach Tanger und Anschluss nach Algier und Tunis. Haupthafen ist Casablanca; für den Personenverkehr ist Tanger am bedeutendsten. Die international wichtigsten Flughäfen sind Casablanca, Agadir, Tanger und Marrakesch.
Die Geschichte
Das im Altertum Mauretania genannte Land (Königreich) wurde 42 n. Chr. römische Provinz. Nach der Herrschaft der Wandalen (429-534) kam es im 6. Jahrhundert an das Byzantinische Reich. 680-700 unterwarfen die islamischen Araber das Land. Seit 890 herrschten selbständige Dynastien: Idrisiden, Fatimiden (986-1062); ihnen folgten die Almoraviden und Almohaden, die in Marrakesch ihre Residenz hatten und auch über das arabische Spanien herrschten. 1269 folgten die Meriniden, dann die Watasiden und Sanditen, 1546 die Scherifen von Tafilalt (alidischer Abstammung), unter denen das Reich seine größte Ausdehnung erreichte. Sie vertrieben die Portugiesen und Spanier, die sich 1415 und 1497 in Marokko festgesetzt hatten. Mit Mulai Ar Raschid (1667-1672) kam eine Seitenlinie der Scherifen, die Alawiten oder Aliden, auch Hassaniden, die noch heute herrschende Dynastie, zur Macht. Sein Nachfolger Mulai Ismail (1672-1727) vertrieb 1684 die Engländer aus Tanger, 1720 die letzten Portugiesen aus Ceuta. Durch die Flucht des Algeriers Abd Al Kader nach Marokko kam es 1844-1845 zu Auseinandersetzungen mit Frankreich. Im Krieg 1859/60 mit Spanien besetzten die Spanier Tetouan. Unter Abd Al Aziz (1894-1908), dessen Europafreundlichkeit Aufstände zur Folge hatte, begann 1904 Frankreich mit der "friedlichen Durchdringung" Marokkos. Nach zwei Marokko-Krisen (1905 und 1911) musste Deutschland 1912 das französische Protektorat über Marokko anerkennen. Der französische Generalresident L. H. Lyautey (1912-1925) setzte die französische Herrschaft in Marokko mit viel Geschick durch. Spanien erweiterte im gleichen Jahr sein Schutzgebiet in Nordmarokko. Dort brach 1921 der Aufstand der Rifkabylen unter Abd Al Krim aus, den Spanien und Frankreich gemeinsam erst 1926 unterdrücken konnten. Nach der Landung der Alliierten 1942 versprach der amerikanische Präsident F. D. Roosevelt Sultan Mohammed V. Ben Jussuf (1927-1961) Unabhängigkeit; 1944 entstand die Unabhängigkeitspartei (Istiklal) unter Allal Al Fassi. Frankreich verbannte 1953 den Sultan, musste ihn jedoch 1955 wieder einsetzen. Am 2. 3. 1956 erhielt Marokko die Unabhängigkeit, die spanischen Protektorats-Zonen im Norden und Süden sowie Tanger wurden mit Marokko vereinigt, der Sultan nahm als Mohammed V. den Königstitel (1957) an. Ihm folgte 1961 sein Sohn Hassan II. Die Herausbildung konstitutioneller Zustände und eines Parteiensystems ging langsam und unter Rückschlägen vor sich. Zeitweise regierte der König diktatorisch. Neue Verfassungen (1970, 1972) und Verfassungsrevisionen (1992 und 1996) modernisierten das politische System. Außenpolitisch beanspruchte Marokko nach seiner Unabhängigkeit weite Wüstengebiete Nordwestafrikas, u. a. ganz Mauretanien und Teile Algeriens. 1963 kam es darüber zu einem ergebnislosen Grenzkrieg mit Algerien. Die Kolonie Spanisch-Sahara, die Spanien 1975 räumte, teilten sich Marokko und Mauretanien. Als Mauretanien 1979 zugunsten der Unabhängigkeitsbewegung Polisario auf seinen Anteil an West-Sahara verzichtete, annektierte Marokko auch dieses Gebiet. 1984 verließ Marokko die OAU, weil diese die Polisario als Mitglied aufgenommen hatte. 1991 stimmten Marokko und die Polisario einem UNO-Friedensplan zu, der u. a. die Abhaltung eines Referendums in dem umstrittenen Gebiet vorsieht. Die Abstimmung wurde jedoch aufgrund von Differenzen über die Zahl der Stimmberechtigten immer wieder verschoben. Am 23. 7. 1999 verstarb Hassan. Sein Ältester Sohn Sidi Mohammed wurde als Mohammed VI. neuer König.
Reiseinformation
Die Königsstädte:
Das im 12. Jahrhundert gegründete Rabat ist die heutige Landeshauptstadt und Residenz des Königs. In dieser ungewöhnlich grünen Stadt fallen mehrere imposante Tore auf, besonders beeindruckend ist das Tor in der Kasbah Oudaias, dem reizvollsten Viertel der Stadt. Im Sommer sind die zahlreichen Strände und der nahegelegene Mamora-Wald die beliebtesten Touristenziele. Besuchenswert ist der Tour Hassan, das grandiose Minarett einer unvollendeten Moschee aus dem 12. Jahrhundert. Aus dem Mittelalter stammen auch die Zinnen, die die Altstadt und einen Teil der Neustadt umgeben. Etwas außerhalb liegt die Chellah mit einmaligen Denkmälern, schönen Gärten und römischen Ruinen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Königspalast, das Nationalmuseum und das Mausoleum Mohammeds V. Salé, das im 11. Jahrhundert gegründet wurde, liegt am gegenüberliegenden Flußufer.
Meknes ist von einer 16 km langen, von Türmen und Bastionen flankierten Stadtmauer umgeben und hat einen wundervollen Souk. Die Wintersportorte Michlifen und Djebel Habri liegen außerhalb von Meknes.
Fes, die älteste und bedeutendste Königsstadt, wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Diese an historischen Baudenkmälern so reiche Stadt besteht aus der Altstadt El Bali und der Neustadt Jadid. Zu den Touristenattraktionen zählen der Place Nejjarine mit seinem reizvollen Springbrunnen, die Er-Rsif Moschee, die Andalusische Moschee und der Königliche Palast. Die altehrwürdige Karaouine Moschee ist heute Sitz der Universität. Eindrucksvoll ist auch die Architektur der wunderbaren mittelalterlichen Koranschulen. Der Markt von Fes ist einer der größten Märkte der Welt. Das Ouergha Tal im Norden ist für seine Souks und Marokkos berühmteste Reiterspiele bekannt.
In Marrakesch (1062 gegründet) gibt es ein Labyrinth enger Gassen, romantisch-exotische Paläste, Museen und Moscheen. Die Stadtparks werden noch immer von einem unterirdischen Bewässerungssystem gespeist, das im 11. Jahrhundert angelegt wurde. Auf dem Djemma-el-Fna, einem großen Platz, treten Tänzer, Wahrsager, Akrobaten und Märchenerzähler auf. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das majestätische Koutoubia Minarett (12. Jh.), die Medersa Ben Youssef (Mosaiken, Marmor und Holzschnitzereien), der Bahia Palast, die Saadier Gräber, die Menara- und Agdal Gärten und der berühmte Kamelmarkt. Eine Autostunde von Marrakesch entfernt liegt Oukaimeden, Marokkos bester Skiurlaubsort. Auf der Fahrt nach Oukaimeden lohnt sich ein Abstecher nach Ourika (Eselmarkt) und nach Asni am Fuß des Toubkal.
Die Küste:
An der Mittelmeerküste zwischen Tanger und Nador stößt man auf kleine Flüsse, Buchten, geschützte Strände und Klippen, die ideal zum Schwimmen, Fischen und Bootsfahrten sind. Al Hoceima, M-Diq, Taifor und Smir/Restinga sind neue Urlaubsorte mit guten Unterkunftsmöglichkeiten.
Die Atlantikküste ist an vielen Stellen felsig, hat aber auch gute Sandstrände und windgeschützte Buchten. In Tangier ist die hochgelegene Altstadt mit den Mendoubia Gärten eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Zu den beliebtesten gehören die Sidi-Bounabib Moschee, die Moulai-Ismail Moschee und die Merinid-Medresse. Das herrlich gelegene Tangier hat einen malerischen und geschäftigen Markt, den Grand Socco.
Interessante Ausflugsorte sind der Bergort Chefchuaen, das Fischerdorf Asilah und die Herkules-Grotten am Kap Spartel.
Ebenfalls an der Atlantikküste befindet sich die relativ junge Stadt Casablanca. Sie ist die größte Handelsstadt des Landes und die viertgrößte Stadt Afrikas mit einem der größten Häfen des Kontinents.
Agadir ist ein moderner Ferienort mit herrlichen Stränden, Sportanlagen, guten Hotels, einladenden Ferienhäusern und Ferienwohnungen. Es bieten sich Ausflugsmöglichkeiten nach Taroudant, Tiznit, Tafraout, Goulimine, Essaouira und natürlich nach Marrakesch.
Mohammedia, Essaouira (Surferparadies) und El Jadida sind weitere Urlaubsorte in dieser Gegend. In El Jadida ist vor allem das alte Portugiesische Viertel mit der Maria-Himmelfahrts Kirche und gut erhaltenen Befestigungsanlagen besuchenswert.
Der Süden:
Im Süden ist die Landschaft besonders eindrucksvoll, Brauchtümer und Volkskunst sind noch ursprünglicher. Erfoud ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zur Tafilalet Oase, die ihr üppiges Grün den unterirdischen Flüssen Ziz und Rheris verdankt. Mittelpunkt der Provinzhauptstadt Er Rachidia ist der lebhafte Marktplatz. Auf der Straße von Er Rachidia nach Erfoud, in Meski, kommt man an den Blauen Quellen vorbei und in der Nähe von Midelt an einem natürlichen Amphitheater, dem Cirque de Jaffar. Tinerhir war einst eine große Garnison der französischen Fremdenlegion; die Kasbahs sind einen Besuch wert. In der Nähe von Tinerhir liegen die eindrucksvollen Schluchten Dades und Todra.
Hauptanziehungspunkte von Ouarzazate sind die Kasbah Taourirt, ein Museum für Kunsthandwerk und ein genossenschaftlicher Laden der Teppichknüpfer.
Von den Höhen des Djebel Zagora hat man eine herrliche Aussicht auf das Draa Tal und die Wüste. Die Oase Tamergroute liegt 18 km von Zagora entfernt, hier gibt es eine Bibliothek mit den ältesten arabischen Manuskripten. Sie werden in der Zaouia Nasseria ausgestellt. In der Nähe liegt Mhamid mit seinen Palmengärten, das Tor zur großen Sandwüste.
Südlich von Agadir liegen die Kasbahs von Tafraoute. Viele der Fassaden sind mit weißen oder ockerfarbenen Mustern bemalt. In Guelmim wird an jedem Wochenende der Souk der Blauen Tuareg abgehalten, samstags findet der Kamelmarkt statt.
Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Royal Air Maroc (AT) bietet Linienflüge von Casablanca nach Agadir, Al Hoceima, Dakhla, Fez, Marrakesch, Ouarzazate, Oujda, Rabat, Tanger und Tetouan an.
BAHN: Das marokkanische Bahnnetz ist nicht sehr umfangreich, es gibt jedoch regelmäßige und preiswerte Verbindungen und auch Züge mit Wagen 1. Klasse und Speisewagen. Das Schienennetz verbindet Oujda im Nordosten mit Casablanca an der Westküste und Tanger an der Nordküste mit Marrakesch im Landesinneren. Die wichtigste Verbindung führt von Fez nach Rabat und Casablanca (auch Nachtzüge). Regelmäßige Zugverbindungen gibt es außerdem von Casablanca nach Marrakesch.
BUS/PKW: Die Hauptstraßen, vor allem im Norden und Nordwesten des Landes, sind bei jedem Wetter befahrbar. Im Landesinneren, südlich des Atlasgebirges, wird das Reisen schwieriger, vor allem beim Überqueren des Atlas während der Wintermonate ist Vorsicht geboten. Fernbus: Gute Busverbindungen zwischen den größeren Städten, hauptsächlich fahren Privatbusse. Die zwei größten Firmen sind CTM (landesweit) und SATAS (verkehrt zwischen Casablanca, Agadir und südlich von Agadir). Die Busse zwischen den meisten Großstädten und Dörfern verkehren häufig und regelmäßig. Sie können sehr überfüllt sein. Es empfiehlt sich, frühzeitig am Bus zu sein, um einen Sitzplatz zu bekommen. Die Fahrpreise sind niedrig, besonders im Regionalverkehr. Es ist üblich, dem Schaffner für das Einladen des Gepäcks ein Trinkgeld zu geben. Man kann von mehreren Busunternehmen klimatisierte Busse mieten. Taxis findet man in den größeren Städten. Nur Petits Taxis haben Taxameter (s. u. Stadtverkehr). Im Überlandverkehr werden größere Taxis benutzt, die man mit anderen Passagieren teilen kann; der Fahrpreis sollte im voraus vereinbart werden. Mietwagen: Die großen Mietwagenfirmen haben Niederlassungen in Tanger, Agadir und Casablanca. Bleifreies Benzin ist nur in einigen größeren Städten erhältlich.
STADTVERKEHR: In Casablanca und den anderen Großstädten gibt es weitverzweigte Busnetze. Man kann die Fahrkarten im voraus kaufen. In den Städten gibt es zahlreiche Petits Taxis mit Taxametern.
Unterkunft:
HOTELS: In allen größeren Ortschaften, insbesondere in Agadir, Marrakesch und Tanger, ist die Auswahl relativ groß; in den meisten Großstädten gibt es auch internationale Hotels. Kategorien: Klassifizierung mit 1-5 Sternen.
FERIENWOHNUNGEN: In Agadir, Tanger und Marrakesch erhältlich.
JUGENDHERBERGEN: Es gibt Jugendherbergen in Asni, Azrou, Casablanca, Fez, Ifrane, Meknes und Rabat. Sie sind ausschließlich Schülern, Studenten sowie Jugendlichen mit Jugendherbergsausweis vorbehalten.
CAMPING: In vielen Gegenden Marokkos gibt es gut ausgestattete Campingplätze.