

Übersicht:
Republic of Malawi
Südliches Afrika
Geographische Lage: 9°S - 17°S / 33°O - 37°O
Malawi grenzt im Norden und Nordosten an Tansania, im Osten, Süden und Südwesten an Mosambik und im Norden und Nordwesten an Sambia. Der Malawi-See ist der drittgrößte See Afrikas. Er ist Wahrzeichen des Landes und bildet die östliche Grenze zu Tansania und Mosambik. Die nördliche Region ist bergig, die höchsten Gipfel steigen hier auf über 3000 m an. Zum Norden gehören auch die hügelige Nyika-Hochebene, zerklüftete Steilhänge, Täler und die dicht bewaldeten Abhänge der Viphya-Hochebene. Die zentrale Region ist das landwirtschaftliche Zentrum des Landes. Sie besteht hauptsächlich aus einer 1000 m hohen Ebene, die sich durch ihre malerische Landschaft auszeichnet. Flachland überwiegt in der südlichen Region, südlich des Malawi-Sees erstreckt sich die Zomba-Hochebene und im Südosten erhebt sich das riesige, abgelegene Mulanje-Gebirgsmassiv.
Zeitzone: MEZ + 1h
Fläche: 118.484 qkm
Höchster Punkt: Sapitwa 3002 m
Tiefster Punkt: Shire River 37 m
Längster Fluß: Shire 400 km (Anteil Malawi)
Größter See: Malawisee 29.600 qkm
Klima: Je nach der Höhenlage variiert das Klima, es reicht von Feuchtsavannen im Süden über Trockensavannen bis zu tropischem und subtropischem Wüstenklima im Norden. Auf den Hochplateaus ist das Klima relativ gemäßigt. Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Von Mai bis September ist das Wetter kühl und regenlos. Die Monate September und Oktober sind heiß und trocken, die Regenzeit dauert von November bis April.
Flora und Fauna: Die Grassavanne in den Niederungen geht mit zunehmender Höhenlage in Baumsavannen und in den Bergregionen in Grasland und immergrünen Wald über. Sehr viele Waldungen sind der landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer gefallen. Das Großwild ist überwiegend auf Reservate beschränkt, doch im Malawisee leben Flußpferde.
Hauptstadt: Lilongwe
Bevölkerung: 12,884.000
Bevölkerungsdichte: 109/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Marawi 58%, Lomwe 18%, Yao 13%
Religion: Christen 75%, Muslim 20%
Sprache: Die Landessprache ist Chichewa, Englisch ist Amts- und Geschäftssprache. Außerdem werden Chitumbuka, Lomwe, Yao und Sena gesprochen.
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1966 (im Commonwealth seit 1964). Eine neue Verfassung ist seit 1995 in Kraft. Parlament mit 192 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre. Staats- und Regierungschef: Bakili Muluzi, seit 1994, 1999 wiedergewähhlt. 1994 fanden die ersten freien Wahlen seit 1964 statt. Unabhängig seit 1964 (ehemaliges britisches Protektorat).
Währung: 1 Kwacha = 100 Tambula
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 1.050 EUR
Wirtschaft: Malawi lebt überwiegend von der Landwirtschaft, angebaut werden Tabak, Zucker, Tee und Mais. Die Entwicklung der verarbeitenden Industrie schreitet voran und konzentriert sich auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten, Textilien und Konserven und die Verarbeitung von Lebensmitteln. Malawis Wirtschaft ist größtenteils von Witterungsbedingungen und internationalen Rohstoffpreisen abhängig. Obwohl Malawis Landwirtschaft ausreichend für den Eigenbedarf produziert, ist das Land stark von ausländischer Hilfe abhängig, da es mit einem großen Zahlungsbilanzdefizit zu kämpfen hat. Große Hoffnungen werden in die wachsende Tourismusindustrie gesetzt, die eine Haupteinnahmequelle für Devisen ist. Wichtigste Handelspartner sind Großbritannien, Südafrika, Japan, Deutschland, die USA und die Niederlande.
Mais, Maniok, Hülsenfrüchte, Tee, tabak, Erdnüsse, Baumwolle, Reis.
Gewinnung von Bauxit.
Verarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Exportgüter: Tabak, Tee, Erdnüsse, Baumwolle, Reis.
Landwirtschaft: 37%
Industrie: 29%
Dienstleistung: 34%
Lebenserwartung: 38 Jahre
Analphabetenrate Männer: 25%
Analphabetenrate Frauen: 53%
Information: http://www.malawitourism.com
Das Land
Durch die nordsödlich gerichtete Längsachse des Landes zieht sich in ganzer Länge der Südteil des Ostafrikanischen Grabens, der im Norden vom Malawisee und im Süden von dessen Abfluss Shire eingenommen wird. Plateauartige Hochländer zwischen 900 und 1400 m Höhe liegen zu beiden Seiten des Grabens, überragt vom Mount Mlanje (3000 m). Die schmalen Uferzonen des Malawisees und das untere Shiretal sind sehr heiß. Die Dauer der Trockenzeit nimmt von Norden nach Süden zu. Die natürliche Vegetation auf dem Hochland ist ein Laub abwerfender Trockenwald (Miombo), in den tieferen Zonen am See und im Shiretal Dornsavanne.
Die Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht aus Bantustämmen sowie etwa 6000 Indern und Pakistanern und 8000 Europäern. Die Bevölkerung konzentriert sich besonders im Shirehochland im äußersten Süden. Aus dem wirtschaftlich schwächeren Gebiet in Norden stammen die rund 280 000 Wanderarbeiter, die jedes Jahr in der Republik Südafrika und in Simbabwe Arbeit finden (meist im Bergbau). Rund drei Viertel der Bewohner sind Christen, 10% Anhänger von Naturreligionen sowie moslemische und hinduistische Minderheiten. 1965 wurde eine Staatsuniversität gegründet.
Die Wirtschaft
Die Landwirtschaft ist für rund 86% der Bevölkerung die Lebensgrundlage. Auf kleinen Parzellen (1-2 ha) ernten die Bantufamilien besonders Tabak, Baumwolle, Erdnüsse und Kaffee. Rund 3% der Nutzfläche befinden sich im Besitz von Europäern, die die neben Tabak wichtigsten Exportgüter produzieren: Tee und Zuckerrohr sowie Kaffee und Erdnüsse. Malawi ist arm an Bodenschätzen (bisher nur geringer Bauxitabbau). Die Industrie verarbeitet vorwiegend Agrarprodukte, doch gibt es auch eine Konsumgüterindustrie, Zement- und Kunstdüngerproduktion, Kraftfahrzeugmontage u. a.
Der Verkehr
Die Verkehrserschließung ist noch unzureichend; besonders im Norden ist das Straßennetz recht weitmaschig. Zwei Eisenbahnlinien verbinden Malawi mit Mosambik, eine Bahnlinie mit Sambia. Diese Strecken, über die fast der gesamte Außenhandel von Malawi lief, sind seit Ende 1984 wegen politischer Unruhen immer wieder praktisch zum Erliegen gekommen. Aus diesem Grund ist der Anschluss an die "Tansam" (Kapiri Mposhi - Dar es Salaam) geplant. Internationale Flughäfen sind in Blantyre-Limbe und Lilongwe.
Die Geschichte
Der Name Malawi geht auf ein vorkoloniales Reich zurück. 1891 wurde Malawi (seit 1907 als Nyasaland) britisches Protektorat, 1953 der Zentralafrikanischen Föderation, der auch die Gebiete der späteren Staaten Sambia und Simbabwe angehörten, eingegliedert. Als H. K. Banda 1958 die Führung der afrikanischen Nationalbewegung übernahm, brachen Unruhen aus, die 1960 durch Gewährung einer afrikanischen Mehrheit im Parlament beigelegt wurden. Nach dem Wahlsieg der von ihm geführten Malawi Congress Party (MCP) wurde Banda 1961 Premierminister und führte das ehemalige Nyasaland unter dem Namen Malawi am 6. 7. 1964 zur Unabhängigkeit, nachdem die Föderation 1963 aufgehoben worden war. 1966 wurde Malawi Republik und Banda Staatspräsident. Unter seiner Führung nahm Malawi diplomatische Beziehungen zur Republik Südafrika auf und arbeitete eng mit der ehemaligen Kolonialmacht Portugal in Mosambik zusammen. Seit Beginn der 1990er Jahre formierte sich zunehmender Widerstand gegen das diktatorische Regime Bandas, der 1994 freie Wahlen zulassen musste. Der Oppositionspolitiker B. Muluzi wurde zum neuen Staatspräsidenten gewählt (Wiederwahl 1999).
Reiseinformation
Der Norden
Die Straße von Kasungu nach Mzuzu, einer bislang wenig besuchten Stadt im Norden des Landes, führt durch das hügelige Grasland der Viphya-Hochebene. Weiter nördlich in der Nähe der Livingstonia-Mission gelangt man zum Livingstonia-Steilhang und zu den Manchewe-Wasserfällen in herrlicher Umgebung. In Karonga gibt es ein Museum. Die gesamte Region ist in jüngster Zeit in der Besuchergunst gestiegen. Mzuzu hat ein erstklassiges Hotel und verschiedene kleinere Einrichtungen und bietet sich als Ausgangspunkt für Fahrten zum Nyika-Nationalpark und zur Nkhata Bay an. Ein anderer Wildpark in dieser Region ist das wunderschöne Vwasa Marsh Game Reserve.
Der Malawi-See
Der riesige Malawi-See erstreckt sich vom äußersten Nordosten bis nach Mangochi im Süden. Die Ufer des fast 24.000 qkm großen und 699 m hoch gelegenen Sees sind überwiegend sandig, die erschlosseneren Küstenabschnitte sind größtenteils frei von Bilharziose-Erregern. Krokodile sind an den Hauptbadeorten nicht anzutreffen. Es gibt keine Gezeiten oder Strömungen. Die meisten Hotels stellen Boote zur Verfügung und ermöglichen ihren Gästen Wassersport wie Segeln, Fischen, Wasserskifahren und Surfen. Der Malawi-See ist ein Unterwasserparadies für Taucher. Er ist der artenreichste See der Welt.
Ausgezeichnete Strände laden auf der Insel Likoma zum Baden ein, die auf einem Hügel stehende anglikanische Kathedrale ist ebenfalls einen Besuch wert. Unterkünfte stehen hier nur begrenzt zur Verfügung.
Den Malawi-See lernt man am besten auf einer Rundreise mit der Ilala II kennen, dem kleinen Linienschiff des Sees, das zwischen der Monkey Bay (nördlich des Club Makokola) und Karonga im Norden des Landes verkehrt. Auf der 1052 km langen Reise können sich Besucher die Binnenhäfen ansehen und den Ausblick auf die Gebirgslandschaft genießen. Die Monate von März bis Mai sind für eine Seerundfahrt am günstigsten. Abfahrt ist regelmäßig freitags, Rückkehr am darauffolgenden Mittwoch. In der Hochsaison ist es aufgrund des großen Andrangs erforderlich, Kabinen auf der Ilala II im voraus zu reservieren und zu bezahlen. Kap Maclear in der Nähe der Monkey Bay liegt im Malawi-See-Nationalpark (s. Nationalparks). Ein Sandstrand und angenehme Wassertemperaturen laden zum Schwimmen ein. Die Nkhata Bay ist ruhig und abgelegen. Nkhotakota war früher Zentrum des Sklavenhandels im südlichen Afrika und ist eine der ältesten Marktstädte Afrikas.
Zentralmalawi
Senga Bay 19 km von Salima entfernt liegt der größte Badeort der zentralen Region des Landes mit ausgezeichneten Unterkunftsmöglichkeiten und Campingplätzen. Die Lizard-Insel in der Nähe von Salima steht unter Naturschutz und beheimatet verschiedene Arten von Eidechsen und Adlern.
Westlich von Salima auf dem Weg zur neuen Hauptstadt Lilongwe durchquert man eine große fruchtbare Ebene. Lilongwe hat Zomba als Malawis Hauptstadt abgelöst und liegt im Herzen des fruchtbaren Agrargebietes im Zentrum Malawis. Die moderne Stadt zeichnet sich durch einfallsreiche Architektur und einer reizvollen Umgebung aus. Nördlich der Hauptstadt liegt der 2000 qkm große Kasungu-Nationalpark - ein riesiges Gebiet mit bewaldeten Hügeln und Grasland, das vielen Tierarten einen Lebensraum bietet (siehe unten).
Der Süden
Blantyre, das Geschäftszentrum der südlichen Region, wurde Ende des letzten Jahrhunderts gegründet. Es besteht eigentlich aus zwei Städten: Blantyre und Limbe, die ca. 7 km voneinander entfernt und durch ein Industriegebiet getrennt sind. Auf halbem Weg zwischen Blantyre und Limbe, abseits der Hauptstraße, befindet sich das Nationalmuseum. Ausflüge können auch zur Kirche St. Michael and All Angels sowie zum Mandala House, dem ältesten europäischen Gebäude in Malawi, unternommen werden.
Südwestlich von Blantyre liegt Lengwe, der kleinste Nationalpark des Landes (siehe unten). 60 km nördlich von Blantyre liegt die Universitätsstadt Zomba, die einen ausgezeichneten Markt hat. Ein Abstecher zum Berg Zomba mit seinen Wasserfällen, fischreichen Bächen, Fichtenschonungen und seltenen Orchideen lohnt sich. Seine Ausläufer umrahmen einen der schönsten Golfplätze Afrikas auf einem Gelände mit Bächen, kleinen Wasserfällen, Bäumen und Felsformationen. In der Nähe kommt man an Chingwes Loch vorbei, das angeblich so tief ist, daß es nicht gemessen werden kann. Im Südosten erstrecken sich die weitläufigen Teeanbaugebiete, aus denen sich das Mulanje-Massiv erhebt. Bei Sapitwa ragt ein Gipfel über 3000 m hoch auf. Mulanje bietet Touristen viel Abwechslung, man kann bergsteigen, wandern oder, weniger anstrengend, Forellen fischen. Wege und Feuerschneisen erschließen die meisten Regionen des Massivs. Gut gepflegte Waldhütten sind ideale Raststationen für Streifzüge durch die umliegenden Abhänge, Wälder und unzähligen Berggipfel.
Nationalparks
Malawi hat fünf große Nationalparks, die für Besucher geöffnet sind. Der Nyika-Nationalpark ganz im Norden ist ganzjährig geöffnet. Der 2000-3000 m hoch gelegene Park erstreckt sich über fast die gesamte Nyika-Hochebene. Rauschende Bäche, Nadelwälder, tiefe Täler und hügeliges Grasland sind charakteristisch für diese Region. Seltene Vögel, Schmetterlinge, Großwild und Blumenreichtum machen jeden Ausflug zum Erlebnis.
Chelinda Camp liegt hoch oben am Rande eines Nadelwaldes. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick über den Stausee. Unterkunft findet man in Häuschen mit offenem Kamin. Der Chowo Forest in der Nähe von Chelinda ist ideal für Wanderungen und einer der letzten noch erhaltenen Naturwälder des Parks. Das Vwasa Marsh-Wildreservat liegt westlich von Mzuzu. Ein neues Camp mit Luxus-Hütten überschaut den Kazumi-See. Elephanten, Büffel, Nashörner und unzählige Vogelarten leben u. a. hier in ihrem natürlichen Habitat. Die Landschaft besteht zum Teil aus Wäldern, offenem Grasland und Sumpfgebieten. Dieses Reservat ist ein Stück unberührter Natur.
Der Kasungu-Nationalpark ist ein ca. 2000 qkm großes Waldgebiet im Nordwesten der mittleren Region. Er liegt 112 km von Lilongwe entfernt. Hauptattraktion des Parks sind die Elefanten, die am frühen Morgen und gegen Abend erscheinen, um an den Dambos oder Flußkanälen zu trinken. Das Grasland dient den großen Büffelherden als Nahrung. Die scheuen Geparden, Leoparden und Löwen lassen sich nur selten blicken; Säbelantilopen, Zebras, Kudus und Rietböcke sind dagegen weit verbreitet. Kasungu ist in der Regel von Anfang Mai bis Ende Dezember geöffnet. Unterkunft finden Besucher in der Lifupa Wildlife Lodge, einem Hotelkomplex aus strohgedeckten Häuschen mit Restaurant, Schwimmbad, Tagescamp und einfachen sanitären Anlagen.
Der Lengwe-Nationalpark im äußersten Südwesten ist nur 130 qkm groß und das nördlichste Habitat der seltenen und scheuen Nyala-Antilope. Buschbock, Kudu, Hartebeest, Impala, Warzenschwein und Duiker sind hier ebenfalls anzutreffen. In versteckten Beobachtungsständen können all diese Tiere aus nächster Nähe betrachtet werden. Begrenzte Unterkunftsmöglichkeiten sind im Lengwe Game Camp vorhanden.
Der Liwonde-Nationalpark erstreckt sich über die Ebenen des Shire Valley vom Malombe-See im Norden bis zum Stadtgebiet Liwondes im Süden. In gemieteten Booten kann man durch die Schilfsümpfe fahren und Flußpferde, Elefanten und Wasserböcke an der Tränke beobachten. Auf Auto- oder Busfahrten sieht man Wald- und Steppentiere wie Säbelantilopen, Kudus, Duiker und Paviane. Ein neugeschaffenes Wasservogelschutzgebiet bietet Reihern, Enten, Gänsen, Eisvögeln und Kormoranen Nistplätze. Der Park ist zwischen November und Mai geschlossen. Campingplätze und Kochgelegenheiten stehen im Mvuu Camp zur Verfügung, das von Wilderness Safaris betrieben wird. Die Einrichtung eines Bootsverkehrs zwischen einem Hotel an der Südspitze des Malawi-Sees und der Liwonde-Talsperre ist geplant.
Der 1980 gegründete Malawi-See-Nationalpark umfaßt den südlichen und mittleren Teil des Sees. Tropische Fische sind hier die Hauptattraktion. Landeinwärts findet man Klippspringer, Buschböcke und Vervet-Affen. Der Park ist ganzjährig geöffnet. Campingplätze sind vorhanden. Gute Unterkünfte bieten u. a. die Nkopola Lodge, der Club Makokola, das Mulangeri und das Palm Beach.
Neben den Nationalparks gibt es eine Reihe weiterer Natur- und Landschaftsschutzgebiete, in denen zur Zeit keine Unterkunftsmöglichkeiten für Besucher zur Verfügung stehen. Das ca. 65 km nördlich von Lengwe gelegene Majete-Wildreservat ist abgelegen und wenig erschlossen. Es bietet zahlreichen Tierarten einen Lebensraum, u. a. Flußpferden, Elefanten und Großkatzen. Südöstlich von Lengwe befindet sich das Mwabvi-Wildreservat, in dem schwarze Nashörner, Impalas, Zebras und Säbelantilopen in geringer Anzahl leben. Weitere Schutzgebiete sind das Nkhotakota-Wildreservat in der mittleren Region, Lizard Island bei Salima, das Lilongwe-Naturschutzgebiet in der Hauptstadt und der Michiru Mountain Park in der Nähe von Blantyre, ein Paradies für Vogelkundler.
Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Air Malawi (QM) verbindet Blantyre und Lilongwe mit den regionalen Flughäfen Mzuzu, Karonga, Club Makokola und Chelinda. Es besteht außerdem die Möglichkeit, über Reisebüros vor Ort Flugzeuge zu chartern und die zahlreichen kleinen Flughäfen im Land anzufliegen.
SCHIFF: Regionale Schiffahrtsgesellschaften führen Rundfahrten auf dem Malawi-See durch. Kabinen stehen zur Verfügung, und Mahlzeiten können an Bord eingenommen werden. Nähere Auskünfte erteilen die örtlichen Reisebüros. Malawi Railways bieten ebenfalls Rundfahrten auf dem See an, Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Chipoka.
BAHN: Malawi Railways betreiben das Bahnnetz des Landes. Die Hauptstrecke führt von Mchinji über Lilongwe, Salima, Chipoka, Blantyre, Limbe und Nsanje bis an die Grenze von Mosambik. Die Züge sind in der Regel langsam und überfüllt und werden von Touristen nur wenig benutzt.
BUS/PKW: Alle großen und die meisten der kleineren Straßen können bei jedem Wetter befahren werden. Das Straßennetz umfaßt über 13.500 km. Die große Nord-Süd-Schnellstraße nach Karonga im Norden ist vor kurzem asphaltiert worden. Fernbus: Gute Busverbindungen, einschließlich eines Express-Service von Blantyre nach Lilongwe und Zomba, von Chitipa nach Mzuzu und von Lilongwe nach Mzuzu, Nkhotakota, Salima und Zomba. Mietwagen sind in den größeren Städten erhältlich. Wagen mit Chauffeur stehen auch zur Verfügung. Linksverkehr.
STADTVERKEHR: In Blantyre und Lilongwe verkehren Doppeldeckerbusse. In allen größeren Städten gibt es Linienbusse. Taxi: Es gibt nur wenige Taxis, sie können nicht auf der Straße angehalten werden. Taxifahrer erwarten 30 MWK Trinkgeld.
Unterkunft:
HOTELS: In den größeren Städten Lilongwe, Blantyre/Limbe und Mzuzu gibt es ausgezeichnete Hotels. Dasselbe gilt für die Haupturlaubsorte an der Küste des Lake Malawi, vor allem im Süden zwischen Monkey Bay und Mangochi. In der Zomba-Hochebene wurde kürzlich ein neues Luxushotel errichtet.
RASTHÄUSER: Das Ministerium für Tourismus unterhält saubere Rasthäuser, die in der Regel Badezimmer und Kochgelegenheiten bieten. Im Zuge der Privatisierung wurden allerdings viele der Rasthäuser in Lodges der Luxus- oder Mittelklasse umgewandelt, viele haben mittlerweile den Stellenwert eines etablierten Hotels.
NATIONALPARKS: In den letzten Jahren hat sich die Infrastruktur in den vier Nationalparks Liwonde, Kasungu, Nyika und Vwasa einschneidend verändert. Die ehemals von der Regierung betriebenen Camps sind alle durch private Safari Camps/Lodges ersetzt worden. Die neu entstandenen Luxus-Unterkünfte bestehen zum Teil aus fix angebrachten Zelten, Rundhütten, Block- oder Bambushütten. Daneben gibt es auch gute preisgünstige Unterkünfte und einen Campingplatz. Volle Verpflegung wird angeboten. Vorausbuchung ist vor allem an Wochenenden und zu Hauptreisezeiten erforderlich.
CAMPING: Es gibt einige Campingplätze entlang der Küste des Malawi-Sees, oft in Hotelnähe, sowie in den Wildparks und Reservaten. Die Campingplätze sind in der Regel sehr gut ausgestattet. Die Saison ist sehr lang, da das trockene Wetter von April bis November anhält.