
Übersicht:
Madeira
Nordafrika
Geographische Lage: 33.00°N / 17.00°W
Madeirs liegt im nördlichen Atlantik, zwischen den Kanarischen Inseln und Portugal.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 795 qkm
Höchster Punkt: Pico Ruivo 1862 m
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean 0 m
Klima: Mildes subtropisches Klima, warme Sommer und sehr milde Winter.
Flora und Fauna:
Hauptstadt: Funchal
Bevölkerung: 265.000
Bevölkerungsdichte: 333/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Portugiesen
Religion: Christen
Sprache: Portugiesisch
Politisches System: Autonomes Gebiet der Republik Portugal
Währung: 1 Euro = 100 Cent
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 11.000 EUR
Wirtschaft: Tourismus
Fischfang
Landwirtschaft.
Nahrungsmittel- und Fischverarbeitung, Bootsbau, Kunsthandwerk.
Exportgüter: Fischereiprodukte
Landwirtschaft:
Industrie:
Dienstleistung:
Lebenserwartung: 76 Jahre
Analphabetenrate Männer:
Analphabetenrate Frauen:
Information: http://www.portugal.org/
Das Land
Die Inselgruppe besteht aus der Hauptinsel Madeira, der kleineren Insel Porto Santo und den drei unbewohnten Inselchen Ilhéu Chão, Deserta Grande und Ilhéu de Bugio (Ilhas Desertas). Die hügeligen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Die Küste von Madeira ist steil und felsig. Tiefe Lavaschluchten fallen zum Meer hin ab, insbesondere an der Nordküste. Madeira, die größte Insel, ist der Gipfel einer Bergkette, die sich vom Meeresboden bis auf eine Höhe von 6,5 km erhebt. Im bergigen Landesinneren und an den Lavaströmen an der Küste erkennt man den vulkanischen Ursprung. Cabo Girão, westlich der Hauptstadt Funchal, ist die zweithöchste Klippe der Welt. Im Landesinneren liegen die höchsten Erhebungen der Insel, Pico Ruivo mit 1862 m und der ganz in der Nähe liegende Pico do Arieiro mit 1810 m.
Reiseinformation
Madeira ist eine besonders schöne Insel. Reizvoll ist neben dem ganzjährig günstigen Klima vor allem die landschaftliche Vielfalt auf kleinem Raum. Herrliche, sonnenverwöhnte Strände für ausgelassene Badefreuden und schroffe Gebirgszüge, die bis auf fast 2000 m ansteigen, liegen weniger als 20 km auseinander. Dichte Wälder, Weingüter, fruchtbares Ackerland, Täler und steile Klippen findet man auf diesem Eiland. Die Einheimischen bezeichnen ihre Insel zu Recht als "schwimmenden Garten". Der Boden wird seit Jahrhunderten intensiv kultiviert. Entlang der Levadas (Bewässerungskanäle), die durch die gesamte Insel laufen, führen reizvolle Spazierwege. Man sollte unbedingt den prachtvollen Botanischen Garten von Funchal auf dem Grundstück eines alten Landhauses besuchen. Die üppig angelegten Terrassen sind voll tropischer Pflanzen und Blumen, die empfindlicheren Arten kann man in zahlreichen Gewächshäusern bewundern. Der Botanische Garten ist 10.00-17.00 Uhr geöffnet. Von dort hat man auch einen schönen Ausblick auf den Hafen.
Auf Madeira können zahlreiche Ausflüge unternommen werden, etwas ganz Besonderes ist jedoch eine "Schlittenfahrt" vom hochgelegenen Dorf Monte bis nach Funchal. Zwei Männer steuern den breiten Carro (ein dem Strandkorb ähnliches Gebilde aus Korbgeflecht auf hölzernen Kufen) mit Seilen.
In Funchal werden mehrere Stadtrundfahrten angeboten, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten im Programm haben, so den Mercado dos Lavradores (belebter Blumen- und Gemüsemarkt), den Botanischen Garten, die Kathedrale (15. Jh.), Quinta das Cruzes und das Museu Diocesano de Arte Sacra (religiöse Kunst, darunter auch Gemälde flämischer Meister). Das Museum ist im ehemaligen Erzbischöflichen Palais untergebracht. Imposant ist auch der Palacio de Sao Lourenzo, der im 16. Jahrhundert fertiggestellt wurde. Die Kathedrale ist vor allem im Innern beeindruckend, insbesondere die kasettenförmige Decke aus Zedernholz mit Intarsienarbeiten aus Elfenbein und das vergoldete Chorgestühl. Ein Besuch der neben dem Fremdenverkehrsamt gelegenen Kellerei wird empfohlen, dort kann man verschiedene Madeira Weine verkosten.
Ba’a de Zarco: Ba’a de Zarco ist der Name eines neuen bedeutenden Touristengebietes 24 km außerhalb Funchals mit den Dörfern Agua de Pena, Machico, Caniçal, Portela, Porto da Cruz, Santa de Serra und Santa Cruz. Die unterschiedlichsten Wassersportarten können hier ausgeübt werden, ebenso wie Golf und Tennis. Unterkunft findet man in zahlreichen Hotels und Ferienhäusern. In Prainha an der östlichen Spitze der Insel liegt der beste Sandstrand Madeiras.
Die Küste: Fast alle Küstenorte bieten Wassersportmöglichkeiten. Man erreicht sie von Funchal aus auf Straßen mit spektakulärer Aussicht. Hübsche Kirchen und andere Beispiele portugiesischer Kolonialarchitektur gibt es in fast allen Ortschaften. An der zugänglicheren Südküste liegt Calheta, im Fischerdorf Camara de Lobos, etwa 8 km westlich von Funchal, verbrachte der britische Premier Winston Churchill oft seinen Urlaub. Porta do Sol liegt auf beiden Seiten einer tiefen Schlucht. Die Straßen sind oft in schlechtem Zustand. Die Landschaft im Norden der Insel ist wesentlich unberührter als im Süden. Hier befinden sich die besten Weingüter und zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit. Porto Moniz, São Vincente und Santana sind die wichtigsten Ortschaften der Region. Ein Ausflug auf die Madeira vorgelagerten Ilhas Desertas, einem Schutzgebiet, ist nicht nur Naturfreunden zu empfehlen.
Das Landesinnere: Gewundene Straßen führen ins gebirgige Landesinnere und manchmal bis zu den Gipfeln der höchsten Erhebungen. Besonders sehenswert sind Camacha (Zentrum der Korbflechterei), das in der Mitte des Kraters Eira do Serrado versteckte Dorf Curral das Freiras sowie Pico Ruivo, der höchste Berg der Insel. Von Monte kann man mit dem Schlitten nach Funchal zurückkehren.
Porto Santo: Der Flug von Funchal dauert nur 15 Min., sollte jedoch rechtzeitig gebucht werden. Die Insel ist flacher und hat bessere Strände als Madeira. Ein breitgefächertes Unterhaltungs- und Freizeitangebot darf man jedoch nicht erwarten. Das Leben auf der Insel verläuft ausgesprochen ruhig. Tagesausflüge nach Madeira können allerdings leicht arrangiert werden. Die Bedingungen für Segeln und Windsurfen sind ausgezeichnet. Felder, Weinberge und bunte Kleingärten voller Gemüsebeete und Obststauden sind typisch für die Landschaft. In Vila Baleira, der winzigen Hauptstadt, kann man das Haus besichtigen, in dem Christoph Kolumbus gewohnt hat.
UNTERKUNFT:
An der Küste gibt es zahlreiche erstklassige Hotels. Sie sind während der Sommermonate und in der Weihnachtszeit oft ausgebucht, es empfiehlt sich, im voraus zu buchen. Fast alle Hotels haben Swimmingpools.