

Übersicht:
Madagascar
Repoblikan`i Madagasikara
République de Madagascar
Republic of Madagascar
Südliches Afrika
Geographische Lage: 12°S - 25°S / 40°O - 50°O
Die viertgrößte Insel der Welt liegt im Indischen Ozean und ist durch die Straße von Mosambik vom afrikanischen Festland getrennt. Einige kleinere Inseln gehören zum Staatsgebiet. Die zentrale Bergkette, die Hauts Plateaux, bedeckt über die Hälfte der Hauptinsel und bedingt die ethnischen, klimatischen und landschaftlichen Unterschiede der West- und Ostküste. Die Westküste war früher mit trockenem Laubwald bedeckt und besteht heute fast nur noch aus Savanne. Die Halbwüste an der südlichen Inselspitze ist mit großen Wäldern kaktusähnlicher Pflanzen bewachsen. Die Hauptstadt Antananarivo liegt hoch in den Hauts Plateaux, fast in der Inselmitte.
Zeitzone: MEZ + 2h
Fläche: 587.041 qkm
Höchster Punkt: Maramokotro 2876 m
Tiefster Punkt: Indischer Ozean 0 m
Längster Fluß: Mangoky 560 km
Klima: Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis Jänner.
Flora und Fauna: Die Insellage Madagaskars hat eine einzigartige und äußerst vielfältige Tierwelt hervorgebracht. Dazu gehört der kleine, Insekten fressende Borstenigel und viele Lemurenarten. Daneben gibt es Krokodile, Chamäleons, Schmetterlinge und viele Vogelarten. Typische Meeresfische sind der stachelige Kugelfisch und ein berühmtes "lebendes Fossil", der Quastenflosser. Leider sind die Tierbestände durch gezielte Vernichtung und durch die Zerstörung der Lebensräume dezimiert worden. Verschiedene Lemurarten sind bereits ausgestorben und die verbliebenen sind stark gefährdet: Schutzmaßnahmen gibt es nur in Ansätzen und obwohl sich die Regierung um Eindämmung der Schäden bemüht, kann es für viele Arten bereits zu spät sein.
Hauptstadt: Antananarivo
Bevölkerung: 18,606.000
Bevölkerungsdichte: 32/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Malageser 99%
Religion: Naturreligionen 52%, Christen 41%, Muslim 7%
Sprache: Malagasy und Französisch als Amtssprachen, regionale Sprachen dienen als Umgangssprachen.
Politisches System: Republik seit 1992 (III. Republik). Verfassung von 1992. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (150 Mitglieder) und Senat (ein Drittel der Mitglieder wird vom Staatsoberhaupt ernannt). Staatsoberhaupt: Didier Ratsiraka, seit 1997. Regierungschef: Tantely Andrianarivo, seit 1998. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Währung: 1 Malagasy Franc = 100 Centimes
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 850 EUR
Wirtschaft: Madagaskar ist überwiegend ein Agrarland. Kaffee, Vanille, Gewürznelken, Sisal, Kakao und Fisch sind die wichtigsten Exportgüter (Madagaskar ist der größte Vanilleproduzent der Welt). Die Grundnahrungsmittel Reis und Maniok werden überwiegend für den Eigenbedarf angebaut. Die Wirtschaft unterliegt massiver staatlicher Kontrolle. Das Land verfügt über bedeutende Mineralvorkommen (u. a. Chrom, Uran und Bauxit), die Lagerstätten sind jedoch oft schwer zugänglich, und der Abbau erwies sich bislang als unwirtschaftlich. Etwa 12% des Bruttosozialprodukts erwirtschaftet die Fertigungsindustrie, überwiegend Nahrungsmittelverarbeitung und Textilien. Die negative Zahlungsbilanz der vergangenen Jahre wurde mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds in den achtziger Jahren etwas aufgebessert, aber das Land ist immer noch von Krediten und Entwicklungshilfe der EU (besonders von Frankreich) und der Weltbank abhängig. Seit die madagassische Währung auf dem Weltmarkt gehandelt wird, ist die Inflationsrate stark angestiegen. Wichtigste Handelspartner sind Frankreich (36%), die USA, Deutschland und Japan.
Reis, Maniok, Mais, Bataten, Gemüse, Kaffee, Gewürznelken, Vanille, Pfeffer, Früchte, Zuckerrohr, Tabak, Erdnüsse, Sisal, Baumwolle, Waldrodung, Viehzucht.
Gewinnung von Graphit, Glimmer, Uran, Edelsteine, Gold, Nickel, Quarz, Chrom, Kohle, Erdöl.
Textil-, Zement-, Metall-, chem. Industrie, Erdölraffinerien.
Exportgüter: Kaffee, Gewürze, Reis, Zucker, Erdöl, Graphit, Glimmer.
Landwirtschaft: 34%
Industrie: 12%
Dienstleistung: 54%
Lebenserwartung: 55 Jahre
Analphabetenrate Männer: 38%
Analphabetenrate Frauen: 40%
Information: http://www.botschaft-madagaskar.de/
Das Land
Das zentrale, sich längs durch die Insel ziehende Hochland besteht aus weiten Rumpfflächen, über denen sich Inselberge und vulkanische Gebirgsstöcke erheben (höchster Berg Maromokotro 2876 m). Nach Osten fällt das Hochland steil zur Küste hin ab. Durch den Südostpassat erhält die Ostseite das ganze Jahr über reichlich Niederschläge. Alle anderen Gebiete erhalten nur im Sommer Regen. Die Niederschläge nehmen von Norden nach Süden ab; der Südwesten ist ein ausgesprochenes Trockengebiet. Große Schäden richten die tropischen Wirbelstürme an. Im Osten und Nordwesten finden sich immergrüne Regenwälder, im wechselfeuchten Hochland Laubwerfender Trockenwald, der nach Westen in Trocken- und im Südwesten schließlich in Dornsavanne übergeht. Heute sind durch den Einfluss des Menschen (wandernder Brandfeldbau, Überweidung) nur noch 15-20% der natürlichen Vegetation erhalten.
Die Bevölkerung
Die Bevölkerung ist zu rund 41% christlich, (19% Protestanten und 22% Katholiken); 7% sind Moslems, der Rest Anhänger von Naturreligionen. Die einheimischen Madegassen (Malagasy) bestehen aus etwa 20 größeren Volksgruppen mit verschieden starkem malaiischen und negroiden Einschlag. Die Merina (über 3 Mio. auf dem zentralen Hochland) gelten als letzte Welle der malaiischen Einwanderer.
Die Wirtschaft
Die Wirtschaft Madagaskars basiert auf der Landwirtschaft, die auch mit 70% am Export beteiligt ist. Das Hauptnahrungsmittel, der Reis, wird in Bewässerungskulturen angebaut, ebenso Zuckerrohr und Baumwolle. Weitere wichtige Anbaupflanzen für den Export sind Vanille, Kaffee, Gewürznelken, Sisal, Tabak und Kakao. Abgesehen von einigen Staats- und Genossenschaftsbetrieben überwiegen bäuerliche Klein- und Kleinstbetriebe, die 85% der Agrarproduktion erbringen. Der trockenere Westen wird durch extensive Viehzucht genutzt; besonders die Rindviehzucht (Zebu) ist bedeutend. Die Bodenschätze sind zu rund 20% am Exportwert beteiligt; es gibt Chrom, Graphit, Glimmer, Bauxit, Steinkohle, Gold, Edelsteine, Phosphate u. a. Die Industrie verarbeitet vor allem Agrarprodukte und erzeugt Verbrauchsgüter.
Der Verkehr
Die kurzen Eisenbahnstrecken haben nur örtliche Bedeutung; das Straßennetz ist nur z. T. ganzjährig befahrbar. Haupthäfen sind Toamasina, Mahajanga und Antsiranana. Madagaskar ist an den internationalen Flugverkehr angeschlossen.
Die Geschichte Die Insel wurde in früher Zeit von Südasien aus besiedelt. Im 16. Jahrhundert setzten sich Portugiesen und Franzosen an der Küste fest. Nach 1787 dehnte sich das Reich der einheimischen Merina vom zentralen Hochland durch Eroberungen über ganz Madagaskar aus. 1810-1828 regierte König Radama I., nach ihm bis 1861 seine Frau, Königin Ranavalona I. Der 1864-1895 amtierende Premierminister Rainilaiarivony versuchte vergeblich, den Merina-Staat nach japanischem Vorbild selbständig zu modernisieren. 1885 setzte Frankreich sein Protektorat über Madagaskar durch, das 1896 französische Kolonie wurde. Eine moderne Nationalbewegung entstand bereits während des 1. Weltkriegs; sie forderte jedoch bis 1939 überwiegend gleichberechtigte Integration in die französische Republik. Im 2. Weltkrieg besetzten britische Truppen Madagaskar, 1946 sprach sich die nationalistische Demokratische Bewegung für die Erneuerung Madagaskars (französische Abkürzung MDRM) für Autonomie aus, 1947 schlug Frankreich einen Aufstand nieder. Zusammen mit den anderen französischen Kolonien in Afrika erhielt Madagaskar 1956 begrenzte Autonomie, am 26. 6. 1960 Unabhängigkeit. 1973 zog Frankreich seine Truppen ab. Regierungschef, seit 1960 Staatspräsident, war bis 1975 der Führer der Mehrheitspartei (PSD), P. Tsiranana. 1975 wurde D. Ratsiraka Staatspräsident. Die von ihm geführte Partei AREMA erhielt bei Parlamentswahlen 1977, 1983 und 1989 die große Mehrheit der Stimmen. Gegen die marxistisch geprägte Politik Ratsirakas kam es seit 1989 zu blutigen Protesten der Opposition. 1992 stimmte die Bevölkerung in einem Referendum für eine neue Verfassung (präsidiale Republik). Bei den Präsidentschaftswahlen 1993 unterlag Ratsiraka dem Oppositionsführer A. Zafy. Die innenpolitische Lage blieb jedoch labil. Im September 1996 wurde Zafy, dem man Verfassungsverletzungen vorwarf, seines Präsidentenamtes enthoben. Die Präsidentschaftswahlen im Dezember 1996 gewann Ratsiraka. Die Präsidentenpartei AREMA wurde bei den Wahlen 1998 stärkste Kraft im Parlament.
Reiseinformation
Das zentrale Hochland
Die Hauptstadt und mehrere andere wichtige Städte liegen in der zentralen Region der Hauts Plateaux, einer Kette schroffer und von Schluchten durchzogener Berge, die in der Mitte Madagaskars von Nord nach Süd verlaufen. Antananarivo, oft als Tana abgekürzt, ist auf drei Ebenen erbaut. Der Palast der Königin und das damit verbundene königliche Dorf (Rova) stehen unter Denkmalschutz. Auf der niedrigsten Ebene der Stadt befindet sich der Analakely-Markt. Auf dem Zuma-Markt ist freitags am meisten los; man sollte sich aber vor Taschendieben in acht nehmen. Tsimbazaza, der Zoo und Botanische Garten, ist Do, So und an öffentlichen Feiertagen geöffnet. Das Touristen-Informationsbüro liegt ganz in der Nähe. Nach Sonnenuntergang sollte man sich nicht zu weit vom Hotel entfernen.
Ambohimanga ist der Geburtsort des Staates Madagaskar und liegt 20 km von der Hauptstadt entfernt. Die Stadt ist von Wäldern umgeben und als »Blaue Stadt«, »Heilige Stadt« und auch als »Verbotene Stadt« bekannt. Auch hier gibt es einen königlichen Palast. Die Zitadelle war einmal eine bedeutende Merina-Festung, und es stehen noch heute Gebäude, die für Zeremonien benutzt wurden. Das Haupttor besteht aus einer Steinscheibe, die nur von 40 Männern bewegt werden kann. Sonntags finden hier rituelle Ahnenverehrungen statt.
Mantasoa liegt 80 km von der Hauptstadt entfernt und ist ein beliebtes Picknick- und Ausflugsziel. Das Gelände umfaßt einen künstlichen See, Pinienwälder und Madagaskars erstes Industriegelände.
Ampefy (90 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein vulkanisches Gebiet mit Wasserfällen, einem Vulkansee und Geysiren.
Perinet (auch Andasibe) liegt 140 km von der Hauptstadt entfernt, ist ein Naturschutzgebiet und die Heimat des Indri (schwanzloser Maki) sowie vieler Orchideenarten.
Antsirabe(170 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein Thermalbad sowie Madagaskars größtes Industriezentrum. Die Stadt wird von vulkanischen Hügeln mit Kraterseen umgeben. Madagaskars zweithöchster Berg, der Tsiafajovona, ragt westlich der Straße von Antananarivo empor.
Der Norden
Der üppig-grüne Norden des Landes wird von zwei großen Bergen überragt. Der Tsarantanana (2880 m), der höchste Berg der Insel, ist besonders im höhergelegenen Regenwald mit Riesenfarnen und Flechten bewachsen. Der Nationalpark Montagne d'Arbre (1500 m) beherbergt die berühmten Orchideen und zahlreiche Lemurarten. Im Osten fällt zwischen Dezember und März der Monsunregen.
Mahajanga ist die Provinzhauptstadt an der Mündung des größten Flusses von Madagaskar, dem Betsiboka. Die Straße zur Stadt ist nur zwischen Juli und Oktober befahrbar. Man kann mit Booten nach Nosy Bé und zu anderen Inseln fahren. Die interessantesten Höhlen der Insel liegen in der Nähe von Anjohibe, 90 km im Landesinneren. Bei Ankarafantsika befindet sich ein Naturschutzgebiet. Nosy Bé ist Madagaskars wichtigstes Urlaubsgebiet. Die Insel wird von kleineren Inseln umgeben und liegt vor der Westküste. Man kann sie in einer Flugstunde von der Hauptstadt aus erreichen. Die größte Stadt ist Andoany (Hell-Ville). Ganz in der Nähe stößt man auf die Ruinen eines indischen Dorfes aus dem 17. Jahrhundert. Der kosmopolitische Küstenhafen Antsiranana (früher Diégo Suarez) an der nördlichsten Inselspitze überblickt einen schönen Golf. Oberhalb der Stadt entfaltet sich eine herrliche Landschaft mit Seen, Wasserfällen, Höhlen und Regenwald. Für den Besuch des nahegelegenen Nationalparks am Montagne d'Arbre ist eine Genehmigung vom Ministère des Eaux et Forêts (Außenstelle in der Stadt) erforderlich. Boote fahren zur Insel Nosy Bé. Bei Ramena gibt es einen schönen Sandstrand, allerdings wird hier vor Haien gewarnt. Die Straße Richtung Süden zur Hauptstadt ist nur zwischen Juli und Oktober befahrbar. Ile Ste-Marie (Nosy Boraha) ist eine Insel vor der Ostküste, 150 km nördlich von Toamasina. Einige historische Stätten sind hier zu finden, einschl. Madagaskars ältester katholischer Kirche.
Die Provinzhauptstadt Toamasina liegt an der Ostküste und hat den größten Hafen des Landes. Sie liegt acht Autostunden von Antananarivo entfernt und bietet wie die Landeshauptstadt mehrere Märkte, einschl. des Bé-Basar. 11 km nördlich der Stadt liegen die Ivolina-Gartenanlagen mit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten. Das weiter südlich gelegene Vatomandry ist ein beliebter Urlaubsort mit schönem Strand, allerdings können Haie die Badefreuden trüben.
Der Süden
Im kargen Süden fallen vor allem die vielen seltsamen affenbrotbaumartigen Pflanzen auf. Die Provinzhauptstadt Fianarantsoa ist ein wichtiges Zentrum der Wein- und Reisproduktion sowie ein guter Ausgangspunkt, um das südliche Hochland zu erforschen. Zu den interessantesten Ortschaften der umliegenden Berge gehört Amabalavao, das die »Heimat der Verstorbenen« sein soll. Man stellt hier Antemore-Papier und Lamba-Aridrano-Seide her. An den nahegelegenen Ambondrome- und Ifandana-Felsen kann man die Knochen der hier verehrten Vorfahren sehen. Der Ifandana-Felsen war 1811 der Schauplatz eines Massenselbstmords. In Ambositra und den benachbarten Zafimaniny-Dörfern werden komplizierte Holzeinlegearbeiten hergestellt. Der Isalo-Nationalpark liegt in einer Sandsteinbergkette (erreichbar per Fahrzeug mit Allradantrieb oder zu Fuß mit einem Führer, Zelten ist möglich). In Ranomafana ist ein Thermalbad. Im Strandurlaubsort Mananjary an der Ostküste sollte man der Haie wegen nicht im Meer baden. Taolanaro(vormals Fort Dauphin) liegt an der Südostspitze der Insel und war die erste französische Siedlung auf Madagaskar. Teile der Festung aus dem 17. Jahrhundert sind noch zu sehen. Die Stadt und ihre Umgebung sind für Meeresfrüchte, Orchideen und fleischfressende Pflanzen bekannt, die man auch im landwirtschaftlichen Mandona-Zentrum in der Baie de Sainte-Luce sehen kann. In der Nähe befindet sich der Berenty-Nationalpark, in dem einige seltene Tierarten leben.
Der Westen
Der Westen Madagaskars war einst mit üppigen Laubwäldern bewachsen, besteht aber heute überwiegend aus Savanne. Dieser Landesteil ist nur spärlich bevölkert, der größte Wirtschaftszweig der Region ist die Zucht von Zebus, einer Ochsenart, die im 8. Jahrhundert von südostasiatischen Siedlern eingeführt wurde. Toliara ist die Provinzhauptstadt der Südwestküste mit herrlichen Stränden sowie Gelegenheiten zum Tauchen, Fischen, Segeln und weiteren Wassersportarten.
Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Der Großteil Madagaskars ist per Flugzeug erreichbar, es gibt über 200 Landepisten, davon sind 57 für den öffentlichen Verkehr geöffnet. Ausnahme sind einige Städte des mittleren Hochlands. Air Madagaskar (MD) fliegt 51 Städte und Regionen auf der Insel an und bietet den Air Tourist Pass an, der beliebig viele Coupons innerhalb eines begrenzten Zeitraumes bietet.
SCHIFF: Der bedeutendste Hafen ist Toamasina. Die vielen Stromschnellen machen viele Flüsse unbefahrbar. Das Ministère du Tourisme de Madagascar (s. Adressen) bietet Foto-Safaris in kleinen Booten auf den Flüssen Betsiboka und Tsiribihina sowie Segeltörns an. Der Pangalanes-Kanal verläuft auf 600 km parallel zur Ostküste, Schlick verhindert allerdings zur Zeit auf weiten Strecken den kommerziellen Verkehr.
BAHN: Es gibt Passagierzüge von Toamasina (Ostküste) über Antananarivo nach Antsirabe (eine Nebenstrecke führt zum Alaotra-See) sowie von Manakara (ebenfalls an der Ostküste) nach Fianarantsoa. Die nördliche Strecke soll noch ausgebaut werden, die Südstrecke führt durch dichten Regenwald. Waggons 1. Klasse sind klimatisiert. Auf allen Strecken verkehren täglich ein oder zwei Züge.
PKW/BUS: 3500 km des Straßennetzes sind geteert. Viele Straßen sind reperaturbedürftig. Asphaltierte Straßen verbinden die Städte des zentralen Hochlands und führen weiter zur Ost- und Nordwestküste. Die drei Hauptverbindungsstraßen führen von Antananarivo nach Mahajanga (RN4), nach Toamasina (RN2) und nach Fianarantsoa (RN7). In anderen Landesteilen gibt es einige befestigte Straßen, die Mehrheit besteht allerdings aus unbefestigten Wegen, von denen viele während der Regenzeit (November bis April) unbefahrbar sind. Fernbusse sind eher unzuverlässig. Einheitsfahrpreise. Taxi: Außer in Antananarivo und Fianarantsoa gelten Einheitsfahrpreise. In diesen beiden Städten werden Preise danach berechnet, ob man in die Ober- oder Unterstadt möchte. Taxis gibt es in zwei Ausführungen: Taxi-bes sind schneller und bequemer; Taxi-brousses (Buschtaxis) sind preiswerter, allerdings langsamer, da sie öfter anhalten und auch in die ländlichen Gegenden fahren. Preise sollten im voraus vereinbart werden. Rikschas: Pousse-Pousses befördern Passagiere überallhin, ausgenommen sind verkehrsreiche Gebiete oder zu steile Hänge. Die Preise hängen von der jeweiligen Entfernung ab. Kutschen: Es verkehren noch einige Passagierkutschen in Antananarivo. Mietwagen gibt es nur in den größeren Touristenstädten; Versicherungsbedingungen im voraus erfragen. Motorräder können ebenfalls gemietet werden.
Unterkunft:
HOTELS: In der Hauptstadt Antananarivo sowie in Nosy Bé und Toamasina gibt es mehr Hotels als in anderen Regionen. In letzter Zeit wurden jedoch Resorts und Mittelklasse-Hotels mit angemessenen Übernachtungspreisen eröffnet. Außerdem sind Gruppen- und Jugendherbergen vorhanden. Außerhalb der größeren Städte sind Unterkünfte, die europäischem Standard entsprechen, dünn gesät - bei Reisen in abgelegene Regionen sollte dies vorher bedacht werden. Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt in Antananarivo. Die Air-Madagascar-Agenturen erteilen ebenfalls Auskunft (s. Adressen). Kategorien: Hotels sind mit 1-5 Sternen ausgezeichnet (5 Sterne entsprechen in etwa 3 Sternen in Europa). Mit Ravinala (Palmen) werden die ländlichen Unterkünfte ausgezeichnet.