Landkarte Kanarische Inseln klein

KANARISCHE INSELN (ESP)


Fahne Kanarische Inseln

Übersicht:
Islas Canarias
Nordafrika
Geographische Lage: 28.30°N / 16.00°W
Die Kanarischen Inseln liegen vor der Nordwestküste Afrikas. Die Gruppe besteht aus sieben Inseln und ist in zwei Provinzen unterteilt. Die Provinz Las Palmas umfaßt die Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Santa Cruz de Tenerife besteht aus Teneriffa, La Palma, Gomera und Hierro. Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, die Landschaft ist recht unterschiedlich; man findet hohe Gipfel, Bergketten, versteckte Täler, vulkanische Wüsten, steile Felsklippen, vollkommen runde Krater und Wälder.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 7.242 qkm
Höchster Punkt: Pico de Teide 3.718 m (Teneriffa)
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean 0 m
Klima: Subtropisch - mediterran, feucht an den Luvseiten (NO) der hohen westlichen Inseln, trockener an den Leeseiten (SW) und auf den flachen westlichen Inseln.
Flora und Fauna: Sukkulenten, Wolfsmilchgewächse, Wacholdergehölz, Kiefernwald, Lorbeerwald und Baumheide.
Hauptstadt: Las Palmas (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote); Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, Gomera, Palma, Hierro).
Bevölkerung: 1,939.000
Bevölkerungsdichte: 268/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Spanier
Religion: Christen
Sprache: Spanisch
Politisches System: Autonomes Gebiet des Königreichs Spanien (Parlamentarische Monarchie)
Währung: 1 Euro = 100 Cent
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 19.200 EUR
Wirtschaft: Tourismus.
Fischfang.
Landwirtschaft.
Nahrungsmittel- und Fischverarbeitung, Bootsbau, Kunsthandwerk.
Exportgüter: Obst, Gemüse, Fischereiprodukte.
Landwirtschaft: 10%
Industrie: 10%
Dienstleistung: 80%
Lebenserwartung: 79 Jahre
Analphabetenrate Männer: 1%
Analphabetenrate Frauen: 2%
Information:http://www.canary-isles.com/


Die Geschichte
1478-96 Unterwerfung der Hauptinseln Gran Canaria, La Palma und Teneriffa im Auftrag der Katholischen Kirche; seither kastilischer Kronbesitz seit 1977 Entstehung der "Bewegung für Autonomie und Unabhängigkeit der Kanarischen Inseln" (MPAIAC)

Reiseinformation
Die größte Insel, Teneriffa, besteht im wesentlichen aus einem zentralen Gebirge und Tälern. Ein Teil der Insel steht unter Naturschutz. Ein gigantischer Krater mit einem Durchmesser von 19 km ist ebenso sehenswert wie der höchste Berg Spaniens, der Pico de Teide im Norden. Die Hauptstadt Santa Cruz hat ein reiches Angebot interessanter Architektur (z. B. die San Francisco-Kirche), und die Museen bieten einen guten Überblick über Kunst und Kultur der Kanarischen Inseln. In Puerto de la Cruz, dem wichtigsten Urlaubsort, gibt es Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Auch die Städte La Laguna, La Orotava (in einem wunderschönen Tal gelegen), Güimar, Garachico und Los Cristianos sind einen Besuch wert.
La Palma ist in ihrer Größenordnung die höchstgelegene Insel der Welt. In ihrer Mitte befindet sich einer der größten Krater der Welt, der Caldera de Taburiente. Vom Aussichtspunkt La Cumbrecita hat man den besten Überblick über den Vulkan. Die Hauptstadt Santa Cruz hat historische Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert und ein Naturgeschichtliches Museum. Entdeckungsfahrten über die Insel sollte man z. B. nach Los Llanos de Aridane, Tazacorte, Mazo, zur Belmaco-Höhle und zur Grotte Cueva Bonita machen.

Gomera (Hauptstadt San Sebastian) hat eine abwechslungsreiche Vegetation und weiße Sandstrände. Die Landschaft ist rauh, aber nicht so bergig wie auf den anderen Inseln. Die besten Verkehrsverbindungen bestehen auf dem Wasserweg. San Sebastian hat interessante Verbindungen zu Christoph Kolumbus. In der alten Festung Torre del Conde wird sein Andenken aufrechterhalten. Interessante Orte sind auch Hermigüa, El Bosque del Cedro, das einmalig schöne Vallehermoso und die Fischereihäfen Playa de Santiago und La Rajita.

Hierro (Hauptstadt Valverde) ist die westlichste Insel. Die Küste besteht aus steilen Klippen, die Insel hat daher kaum Strände. Auch die Hauptstadt liegt im Landesinneren. Malpaso, die höchste Erhebung, ist über 1300 m hoch. Die Insel hat zahlreiche Pinienwälder und kleine Dörfer. La Restinga ist der südlichste Punkt der Kanarischen Inseln. In der Nähe der Hauptstadt liegen Taibique, Frontera und El Barrio. Der westliche Teil der Insel ist fast unbewohnt.

Gran Canaria (Hauptstadt Las Palmas) ist die drittgrößte Insel der Gruppe. Die Insel wird oft als "Miniatur-Kontinent" bezeichnet, da hier Pflanzen aus Europa, Amerika und Afrika gedeihen. Längster Strand der Insel (6,5 km), mit herrlichen Dünen und streckenweise FKK, ist der feine Sandstrand zwischen Playa del Inglés und Maspalomas. Die Hauptstadt hat historisch und architektonisch interessante Gebäude, wie z. B. dem Museo de Nestor, der Altstadt und der gotischen Santa Ana-Kathedrale. Zum näheren Erkunden der Insel bieten sich eine Fahrt nach Telde, Tejeda, Ingenio (berühmt für Kunsthandwerk), San Bartolomé de Tirajana (in einem Vulkankrater), Agüimes, Arinaga, San Agust’n, Playa del Inglés, zu den historischen Stätten Galdar und Agaete, den Tara-Höhlen und der Hafenstadt Sardina del Norte an.

Fuerteventura, die zweitgrößte Insel, bietet viele schöne Badestrände. Etwa ein Drittel der Einwohner lebt in der Hauptstadt Puerto del Rosario, die im 18. Jahrhundert gegründet wurde. In Corralejo im Norden werden traditionelle Strohhüte hergestellt. Zahlreiche prähistorische Stätten und die Normannenburg Rico Roque in der Nähe von Cotillo zählen zu den Attraktionen der Insel. Die Kirche Santa Mar’a in Betancuria, der alten Inselhauptstadt, hat wunderschöne Decken- und Wandmalereien. Eine der reizvollsten Regionen ist Jand’a im Süden, hier findet man außergewöhnlich schöne Strände. Kamele sind ein beliebtes Transportmittel auf Fuerteventura.

Das am weitesten östlich gelegene Lanzarote ist öde und verhältnismäßig flach. Die Insel verdankt ihre Landschaft der Aktivität längst erloschener Vulkane. Die vulkanische Asche und die zahlreichen Krater werden heutzutage von den Inselbewohnern zum Weinanbau genutzt. Inselhauptstadt ist die Hafenstadt Arrecife an der Südostküste. Die Verbindungen zu den anderen Städten dieser Region sind gut. Die höchsten Gebiete liegen im Norden und Osten. Ein Besuch der alten Hauptstadt Teguise mit der auf einer Vulkanspitze errichteten Guanapay-Burg, oder der Stadt Har’a, die an eine Oase erinnert, lohnt sich. In Malpa’s de la Corona kann man die vulkanische Los-Verdes-Höhle besichtigen, die 6,5 km lang ist. Ganz in der Nähe liegt die Lagune Jameo del Agua. Der Nationalpark Timanfaya nimmt fast ein Drittel der Insel ein. Besonders beliebt sind Kamelritte zu den Vulkanen.

Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Iberia (IB) verbindet alle Inseln außer Gomera. Condor bietet Direktverbindungen auf die Inseln von allen größeren deutschen Flughäfen und fliegt nonstop von Salzburg nach Teneriffa, Las Palmas, Lanzarote und Fuerteventura.
SCHIFF: Viele Kreuzfahrtschiffe legen an. Eine Autofähre der Linie Trasmediterranea verkehrt samstags auf der Strecke Cadiz - Teneriffa - Las Palmas
Regionalverkehr: Regelmäßige Verbindungen mit Auto- und Passagierfähren zwischen allen Inseln. Tagesausflüge zu den kleineren Inseln können arrangiert werden.
BUS/PKW: Busverbindungen und Autoverleih.
Unterkunft:
HOTELS: Eine große Auswahl an Hotels verschiedener Kategorien steht zur Verfügung. Außerdem gibt es vier Paradores (staatliche Gasthäuser) und einige Pensionen, die von Privatfamilien betrieben werden.
JUGENDHERBERGEN: Das spanische Jugendherbergswerk (REAJ) betreibt eine Jugendherberge in Las Palmas.
CAMPING: Es gibt drei Campingplätze, zwei in Las Palmas und einen in Santa Cruz.


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