Landkarte Dschibuti klein

DSCHIBUTI (DJI)


Fahne Dschibuti

Übersicht:
Djibouti
Jumhuriyah Jibuti
République de Djibouti
Republic of Djibouti
Ostafrika
Geographische Lage: 11°N - 12°N / 42°O - 43°O
Djibouti liegt an der afrikanischen Ostküste am »Horn von Afrika« und grenzt im Südosten an Somalia, im Westen an Äthiopien, im Nordwesten an Eritrea und im Osten an den Golf von Aden. Das Land ist ein verhältnismäßig unfruchtbarer Küstenstreifen, der zwischen 20 und 90 km breit ist. Die Küste besteht aus Sandstränden, das Landesinnere überwiegend aus Halbwüste, die mit Dornbüschen, Steppe und vulkanischen Bergketten durchsetzt ist.
Zeitzone: MEZ +2h
Fläche: 23.200 qkm
Höchster Punkt: Moussa Ali 2028 m
Tiefster Punkt: Lac Assal - 155 m
Klima: In den Monaten Mai bis Oktober sehr heiß mit extremer Luftfeuchtigkeit. Das ganze Jahr nur geringe Niederschläge.
Flora und Fauna: Vorherrschende Vegetation sind Wüstensträucher und an der Küste wachsen Mangroven. In den Bergen gibt es einige Waldgebiete. Die einheimischen Tiere sind gut an das extreme Klima angepasst. Zu ihnen zählen Luchse, Schakale und Gazellen.
Hauptstadt: Djibouti
Bevölkerung: 793.000
Bevölkerungsdichte: 34/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Somali 60%, Afar 35%
Religion: Muslim 94%, Christen 6%
Sprache: Amtssprachen sind Arabisch und Französisch. Daneben werden kuschitische Sprachen der Afar und Issa gesprochen. Hotelangestellte, Taxifahrer und Geschäftsleute sprechen meist etwas Englisch.
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1977. Verfassung von 1992. Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 65 Mitgliedern (33 Issa, 32 Afar), auf fünf Jahre gewählt. Staatsoberhaupt: Ismail Omar Guelleh, seit 1999. Regierungschef: Barkat Gourad Hamadou, seit 1978. Unabhängig seit 1977 (ehemalige französische Kolonie).
Währung: 1 Djibouti Franc = 100 Centimes
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 1.350 EUR
Wirtschaft: Aufgrund der geographischen Beschaffenheit des Landes ist Landwirtschaft nur begrenzt möglich. Die Halbwüste dient überwiegend als Weideland für Viehherden. Der Tiefseehafen am Bab al-Mandab ist von großer Bedeutung, da er an der Öltransportroute zwischen dem Golf von Aden und dem Roten Meer liegt. Die Möglichkeit wirtschaftlicher Expansion besteht vor allem im Dienstleistungssektor, andere Industriezweige sind nur wenig entwickelt. Die höchsten Wachstumsraten sind im Transport- und im Bankwesen zu verzeichnen. Regierungsplänen zufolge soll Djibouti zu einem wichtigen Umschlagplatz auf der Strecke zwischen Afrika und dem Nahen Osten sowie zu einem regionalen Telekommunikationszentrum ausgebaut werden. Gegenwärtig ist das Land auf Entwicklungshilfe aus Frankreich und dem Nahen Osten angewiesen.
Hauptexportgüter sind Nahrungsmittel, Viehzuchtprodukte und Kaffee, deren Erlöse nicht einmal 10% der Importe ausmachen. Djibouti ist der wichtigste Transithafen für äthiopische Güter. Frankreich erhält 57% aller Exporte, weitere Handelspartner sind Äthiopien, Jemen, Saudi-Arabien, Somalia und Thailand.
Viehzucht, Fischfang, Salzgewinnung.
Exportgüter: Häute, Vieh.
Landwirtschaft: 3%
Industrie: 20%
Dienstleistung: 77%
Lebenserwartung: 51 Jahre
Analphabetenrate Männer: 24%
Analphabetenrate Frauen: 46%
Information: http://www.republique-djibouti.com/


Das Land
Das Land liegt an beiden Seiten der Tadjourabucht. Der Südwesten gehört zum Danakiltiefland. Im Nordosten reichen die küstennahen Danakilberge bis an die Tadjourabucht. Geringe Niederschläge und hohe Temperaturen bewirken eine Halbwüstenvegetation.

Die Bevölkerung
Die Bevölkerung, hauptsächlich Moslems, besteht überwiegend aus Issa und Afar, außerdem aus Europäern (meist Franzosen), Arabern und rund 22 000 Flüchtlingen aus Somalia und Äthiopien.

Die Wirtschaft und der Verkehr
Die Bevölkerung lebt von nomadischer Viehzucht, Salzgewinnung in Salzgärten und Fischfang sowie vom Umschlag des äthiopischen Außenhandels.
Der Haupthafen Djibouti hat eine zweifache Schlüsselstellung: als Endpunkt der einzigen äthiopischen Eisenbahn von Addis Abeba (daher wichtigster Hafen für den äthiopischen Außenhandel) und als wichtige Zwischenstation auf der Schifffahrtsroute von Europa nach Süd- und Ostasien.

Die Geschichte
Die 1892 geschaffene französische Kolonie Französisch-Somaliland wurde 1946 zum Überseeterritorium erklärt. Die Spannung zwischen Äthiopien und Somalia, die beide den Hafen Djibouti beanspruchten, und innere Gegensätze zwischen den Afar und den Issa stärkten Frankreichs Position. 1967 erhielt das Gebiet unter dem Namen Französisches Afar- und Issaterritorium weit gehende Autonomie, 1977 die Unab-hängigkeit unter dem Namen Republik Djibouti. Zunächst bestand ein Mehrparteien-system. 1981 wurde das Rassemblement populaire pour le progres (RPP) durch Gesetz zur Einheitspartei erklärt; alle anderen Parteien wurden verboten. Staatspräsident war seit 1977 der Issa Hassan Gouled Aptidon. Seit 1991 kam es zu militärischen Auseinandersetzungen mit regierungsfeindlichen Afar-Rebellen. 1992 wurde per Referendum eine neue Verfassung angenommen (Mehrparteiensystem). Bei den von der Opposition boykottierten Parlamentswahlen im selben Jahr gewann das RPP alle Mandate. 1994 schloss die Regierung ein Friedensabkommen mit den Afar-Rebellen. Eine endgültige Beilegung des Konflikts wurde dadurch jedoch nicht erreicht. 1997 fanden erneut Wahlen zur Nationalversammlung statt. Das RPP konnte 54 von 65 Mandaten gewinnen. 1999 wählte die Bevölkerung I. O. Guelleh zum neuen Staatspräsidenten. Frankreich unterhält Militärstützpunkte und übt in Djibouti beträchtlichen politischen Einfluss aus.

Reiseinformation
Djibouti liegt im Afar-Dreieck, einer der heißesten und abgelegensten Regionen der Welt. Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert gegründet und bietet einen ausgezeichneten Markt, den Marché Central, in der Nähe der Moschee sowie einige gute Restaurants. Sehenswert ist auch der Hafen, in dem Fischerboote und die traditionellen arabischen Segelschiffe (Dhaus) liegen, und das Aquarium Tropical de Djibouti, in dem man die Unterwasserwelt des Roten Meeres bestaunen kann. Das Aquarium ist täglich außer während des Ramadans von 16.00-18.30 Uhr geöffnet. Man kann Bootsausflüge zu den Inseln Maskali und Moucha im Golf von Tadjoura unternehmen.
Doralé ist 11 km und Kor Ambad 14 km von der Hauptstadt entfernt, beide Orte haben herrliche Strände.
Das Land besteht größtenteils aus Wüste und liegt in einem Senkgraben, der am Rand ins äthiopische Hochland übergeht. Der größte Teil des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Der Assal-See (100 km südwestlich der Hauptstadt) liegt 155 m unter dem Meeresspiegel in einem der tiefstgelegenen Gebiete der Welt. Wie viele andere Regionen kann er nur mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb erreicht werden. In der Nähe liegt der Lac Goubet, ein Meerwassersee, der im Volksmund den Namen "Teufelsgrube" trägt. Beide Seen sind umgeben von einer öden Mondlandschaft aus erloschenen Vulkanen und schwarzem Lavagestein. Der Abbé-See an der äthiopischen Grenze ist die Heimat Tausender von Flamingos und Pelikanen. Auf dem Weg von Djibouti nach Ali-Sabieh durchquert man zwei beeindruckende Wüstenebenen, die Salzpfannen Petit Bara und Grand Bara.
Der große Markt ist die Hauptattraktion von Ali-Sabieh. Im Stadtzentrum gibt es noch mehrere traditionelle Afar-Hütten. Am Nordufer des Golf von Tadjoura kann man wunderbar tauchen. Hier liegen die Hafenstädte Obock und Tadjoura. Tadjoura hat sieben Moscheen und gute Strände. Das vorgelagerte Korallenriff bietet hervorragende Tauch- und Schnorchelgründe. Unmittelbar hinter der Stadt erheben sich markante Vulkanberge von bis zu 1300 m Höhe. Der Godaberg-Nationalpark liegt im Landesinneren.

Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Djibouti Airlines (L2) und Daallo Airlines (D3), bieten Inlandsflüge an. Unter Umständen können Privatflugzeuge gemietet werden. Neben Djibouti werden die Flughäfen Obock und Tadjoura angeflogen.
SCHIFF: Es gibt Fähren von Djibouti nach Tadjoura und Obock (Fahrzeit 3 Std.).
BAHN: Auf der einzigen Bahnstrecke fahren täglich Züge zur Grenze nach Äthiopien.
BUS/PKW: Es gibt Busverbindungen von Djibouti zu nahezu allen Städten landesweit. Da Busse nicht nach Fahrplan, sondern erst abfahren, wenn sie voll sind, können sich lange Wartezeiten ergeben. Eine neue Straße führt von Djibouti nach Tadjoura. Aufgrund des schlechten Straßenzustands sind geländegängige Fahrzeuge empfehlenswert. Die Asphaltstraße sollte wegen der allgemeinen Gefahr von Landminen nicht verlassen werden. Ausreichend Wasser und Benzin sollten mitgeführt werden. Mietwagen sind am Flughafen und in Djibouti von Red Sea Cars erhältlich. Stophi vermietet Fahrzeuge mit Allradantrieb.
STADTVERKEHR: In Djibouti verkehren Minibusse mit Einheitsfahrpreisen, die nach Bedarf halten. Taxis gibt es in Djibouti, am Flughafen sowie in Ali-Sabieh, Dikhil, Dorale und Arta. Nach Einbruch der Dunkelheit wird ein Zuschlag von 50% berechnet.

Unterkunft:
HOTELS: Hotels in Djibouti sind teuer und die wenigen preiswerten nicht sehr einladend. Außerhalb der Hauptstadt gibt es nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten, die bestehenden Unterkünfte im Landesinneren sollen jedoch modernisiert und neue Hotels gebaut werden. Das Rasthaus in Ali-Sabieh hat eine große, schattige Terrasse und einfache Kochgelegenheiten. Insgesamt stehen neun Zimmer zur Verfügung. Die Regierung plant, landesweit ein Netz von Rasthäusern und Strandunterkünften anzulegen.


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