Landkarte Dem Rep Kongo klein

DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO (COD)


Fahne Dem Rep Kongo

Übersicht:
Zaire
République du Congo
Republic of the Congo
Zentralafrika
Geographische Lage: 4°N - 5°S / 11°O - 18°O
Die Demokratische Republik Kongo, der drittgrößte afrikanische Staat, grenzt im Norden an die Zentralafrikanische Republik und den Sudan, im Osten an Uganda, Ruanda, Burundi und Tansania, im Süden an Sambia und Angola und im Westen an die Republik Kongo und die angolanische Enklave Cabinda. Der nur 27 km lange Küstenstreifen an der Mündung des Kongo in den Atlantik bietet den einzigen Meereszugang. Der Kongo ist der zweitgrößte Fluß Afrikas. Das Land bietet verschiedene Landschaftsformen, Bergketten im Norden und Westen, das Kongo-Becken im Landesinneren, das Hochland von Shaba im Süden sowie die Vulkane und Seen der Kivu-Region. An der Westgrenze zur Republik Kongo liegen tropische Regenwälder.
Zeitzone: MEZ / MEZ + 1h
Fläche: 2,344.885 qkm
Höchster Punkt: Mont Ngaliema 5110 m
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean 0 m
Längster Fluß: Zaire 4630km (Anteil Kongo)
Klima: Das Klima ist tropisch feucht und heiß ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn. Es gibt nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die kühleren Monate sind Juni, Juli und August, die Regenperioden dauern von März bis Mai bzw. Oktober bis Januar.
Flora und Fauna: Nach Osten hin erstreckt sich Savannengrasland, ansonsten ist das Land von dichtem Regenwald bedeckt. In den Wäldern findet man Büffel, Gorillas und die seltenen Okapis; in den Savannengebieten leben Giraffen und Nashörner.
Hauptstadt: Kinshasa
Bevölkerung: 57,549.000
Bevölkerungsdichte: 25/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Kongo 52%, Teke 17%, Mboshi 12%
Religion: Christen 70%, Naturreligionen 20%, Muslim 10%
Sprache: Amtssprache ist Französisch, weiterhin vier Nationalsprachen: Chiluba, Kikongo, Lingala und Kisuaheli. Außerdem werden u. a. Luvena, Chokwe, Gbaya und Kituba gesprochen (insgesamt über 400 Sprachen).
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1978. Verfassung von 1978, geändert 1980. Parlament mit 210 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre; z. Z. aufgelöst. Einberufung einer Nationalversammlung mit 300 Mitgliedern durch den ehemaligen Präsidenten Laurent-Désiré Kabila, seit 2000. Staatsoberhaupt: Joseph Kabila, seit 2001. Nach seiner Machtübernahme 1997 ordnete der ehemalige Präsident Laurent-Désiré Kabila die Rückbenennung Zaïres in Demokratische Republik Kongo an. Unabhängig seit 1960 (ehemalige belgische Kolonie).
Währung: 1 CFA Franc = 100 Centimes
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 800 EUR
Wirtschaft: Fruchtbares Ackerland und große Vorkommen von Mineralien und Rohstoffen für die Energiegewinnung machen die Demokratische Republik Kongo potentiell zu einem der reichsten Länder Afrikas. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird jedoch durch anhaltende militärische Konflikte, politische Unsicherheit und mangende Infrastruktur nachhaltig behindert.
Der Bergbau konzentriert sich überwiegend auf Kupfer, Kobalt (65% der Weltvorkommen), Mangan, Zink, Uran, Zinn und Diamanten.
Im Gegensatz dazu sind andere Industriezweige verhältnismäßig unterentwickelt, bedingt durch unzureichende Versorgung durch Zulieferbetriebe und Devisenmangel. Verbrauchsgüter, Textilien, Zement, Nahrungsmittel, Holz- und Plastikerzeugnisse werden für den Eigenbedarf hergestellt.
Im landwirtschaftlichen Bereich dominiert der Anbau von Obst, Gemüse, Kaffee, Kakao, Tee, Gummi, Baumwolle, Reis und Palmöl.
Eine Gesundung der Wirtschaft hängt auch von einer Erholung des Weltmarktes ab, langfristig gesehen behindert jedoch die überaus schlechte Infrastruktur des Landes einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Wiederaufnahme von Hilfeleistungen, das Anziehen der Rohstoffpreise, größere Erdölfunde in den Küstengewässern und verbesserte Beziehungen zwischen dem damaligen Zaïre und seinen Nachbarstaaten verhalfen dem Land vorübergehend zu einer kurzen Erholungsphase.
Politische Umwälzungen brachten den langsamen Aufschwung jedoch wieder zum Stillstand. In Erwartung weiterer politischer Veränderungen verhielten sich internationale Geldgeber bislang zurückhaltend. China, die USA, Belgien und andere EU-Staaten sind Haupthandelspartner.
Mais, Reis, Zuckerrohr, Süßkartoffeln, Palmkerne, Kaffee, Kauschtuk, Obst.
Gewinnung von Kupfererz, Kobalt, Zink, Zinnkonzentrat, Silber, Gold, Diamanten.
Hütten-, chem., Nahrungsmittel-, Textil-, Holzindustrie.
Exportgüter: Kupfer, Kaffee, Edelmetalle, Schmuckdiamanten.
Landwirtschaft: 58%
Industrie: 17%
Dienstleistung: 25%
Lebenserwartung: 49 Jahre
Analphabetenrate Männer: 27%
Analphabetenrate Frauen: 50%
Information: http://www.rdcongo.org/


Das Land
Die Kernlandschaft ist das Becken des Kongo, 300- 400 m hoch gelegen und vom Strom und seinen Zuflüssen teilweise überschwemmt. Nach Süden steigt das Land zur 900 bis über 1500 m hohen Lundaschwelle an, nach Osten zu den Randgebirgen des Zentralafrikanischen Grabens (Ruwenzori 5110 m), nach Norden zur Asandeschwelle. Die Westbegrenzung bildet die Niederguineaschwelle. Nur mit einem schmalen Zipfel berührt das Land das Meer.

Das Klima
Das Klima des Landes ist im Becken feucht und heiß, in höheren Lagen etwas kühler. Im Norden und Süden schließen sich Zonen mit kleiner Trockenzeit an; weiter nach Süden wird die Trockenzeit länger und dauert im äußersten Süden Katangas fast 7 Monate.

Die Vegetation
Dem Klima entspricht die Vegetation. Das Kongobecken ist nach dem Amazonas-becken das zweitgrößte Waldgebiet der Tropen. Dieser tropische Regenwald wird von einem Ring von Feuchtsavannen umgeben, die im Süden und Südosten in regengrüne Trockenwälder übergehen.

Die Bevölkerung Die Bevölkerung setzt sich aus hunderten von Stämmen der Bantu (Luba, Kongo, Mong, Ruanda u. a.), zentralafrikanischen Stämmen und der Niloten zusammen. Daneben gibt es rund 50 000 Pygmäen; rund 300 000 Ausländer (Flüchtlinge aus Angola, Uganda, Ruanda u.a. afrikanischen Nachbarländern sowie rund 20 000 Belgier leben im Kongo. Davon sind rund 80% Christen, 5 Mio. Kimbanguisten (Anhänger der "Kirche Christi im Kongo"), daneben gibt es islamische Minderheiten im Osten des Landes sowie Anhänger von Naturreligionen. 71% der Bevölkerung leben auf dem Land, die Abwanderung in die Städte nimmt aber stetig zu. Amtssprache ist Französisch, als Umgangssprachen finden die Bantu-Dialekte weite Verbreitung.

Die Wirtschaft
Die traditionelle Landwirtschaft, die rund 65% der Erwerbstätigen beschäftigt, ist vorherrschend. Zur Eigenversorgung werden angebaut Maniok, Mais, Bananen, Hirse, Erdnüsse, Baumwolle sowie Reis und Weizen. Etwas Viehzucht ist verbreitet.
Zum Export gelangen Kaffee, Kakao, Kautschuk, Palmprodukte und Edelhölzer, doch machen diese Güter nur einen geringen Teil des Ausfuhrwerts aus. Der Export wird vielmehr vom Bergbau beherrscht. In großem Umfang werden Kupfer, Uran, Kobalt, Zink, Germanium, Cadmium, Mangan, Zinn, Wolfram, Eisen, Gold, Silber, Kohle u. a. Minerale abgebaut, neuerdings wird auch Erdöl gewonnen.
Kasai ist das bedeutendste Industriediamanten-Fundgebiet der Erde. Die Industrie, die sich am unteren Kongo (vor allem bei Kinshasa), bei Lubumbashi, Kalemie und Kisangani konzentriert, umfasst als wichtigste Zweige die Hütten-, chemische, Nahrungsmittel-, Textil- und Baustoffindustrie.
Die Energieversorgung wird durch Wasserkraftwerke sichergestellt. Die Wirtschaftslage des Landes hat sich in den letzten Jahren aufgrund der politischen Unruhen und des chronischen Devisenmangels drastisch verschlechtert.

Der Verkehr
Das Landverkehrsnetz ist in weiten Landesteilen noch ungenügend; es umfasst 5138 km Eisenbahnstrecken (1994) und 154 000 Straßen (1995), die während der Regenzeit aber nur z. T. befahrbar sind. Die Gebiete von Kinshasa und Shaba haben gute Eisenbahn- und Straßenverbindungen zu dem Hafen Matadi an der Kongomündung bzw. zu den für Katanga bedeutenden Häfen an der Ost- und Westküste.
Die Schifffahrt auf dem Kongo und seinen Zuflüssen wird zwar durch Stromschnellen und Wasserfälle gestört, jedoch werden diese durch Eisenbahnstrecken umgangen. Wichtig ist der Inlandluftverkehr. Internationale Flughäfen gibt es in Kinshasa und Lubumbashi.

Die Geschichte
Außer dem Reich Kongo gab es in diesem Gebiet vor der europäischen Kolonisation noch andere bedeutende afrikanische Staaten, u. a. der Luba, Lunda und Kuba. Im 19. Jahrhundert dehnte sich arabischer Einfluss von Sansibar bis etwa nach Kisangani aus. Seit 1876 erwarb H. M. Stanley weite Teile des Kongo für König Leopold II. von Belgien. Die Großmächte erkannten 1884/85 diese Erwerbungen auf der Berliner Kongokonferenz als unabhängigen Staat an und beschlossen Handelsfreiheit für das Kongobecken. Grausame Ausbeutung der Einwohner führte zu einem internationalen Skandal, worauf Belgien 1908 das Gebiet in direkte Kolonialverwaltung nahm (Belgisch-Kongo). Erst nach dem 2. Weltkrieg erwachte unter den Afrikanern modernes politisches Leben. Unruhen in Leopoldville (Kinshasa) 1959 veranlassten Belgien zu überstürzten Reformen. Auf einer Konferenz in Brüssel (Januar 1960) versprach es die Unabhängigkeit 1960. Wahlen im Mai 1960 und die Regierungs-bildung unter J. Kasavubu (Präsident) und P. Lumumba (Ministerpräsident) verschleierten die Schwäche des neuen Staats (Republik Kongo, meist Kongo-Kinshasa genannt), die im Juli 1960 durch Meuterei der Truppen offenbar wurde. Die reiche Provinz Katanga (das heutige Shaba) erklärte sich unter M. Tschombe für unabhängig. Lumumba rief die Vereinten Nationen zu Hilfe, die Militär entsandten. 1961 wurde Lumumba ermordet. In der Ostprovinz bildete A. Gizenga eine separate Regierung, löste sie aber 1962 bei Bildung des Kabinetts C. Adoula auf. 1963 beendeten UN-Truppen gewaltsam die Sezession Katangas. Die wirtschaftliche und politische Zerrüttung konnte aber nicht beseitigt werden. Nach dem Abzug der UN 1964 brachen in mehreren Provinzen blutige Unruhen aus. Mit amerikanischem Rückhalt wurde Tschombe 1964 Ministerpräsident; er warb weiße Söldner an und schlug die Rebellen. Insgesamt forderte der Bürgerkrieg seit 1960 etwa 1 Mio. Todesopfer. 1965 zwang Präsident Kasavubu Tschombe zum Rücktritt. Kurz darauf ergriff General J.-D. Mobutu Mobutu Sese Seko) die Macht und übernahm das Präsidentenamt. Unter seiner Führung trat eine gewisse Konsolidierung ein. Mehrere Oppositionspolitiker wurden hingerichtet. 1966 verstaatlichte Mobutu die Kupferberg-werke. 1967 erließ er eine neue Verfassung mit zentralistischen Zügen und gründete die Einheitspartei "Revolutionäre Volksbewegung" (MPR). Im Zuge einer Kampagne für "Eigenständigkeit" wurde das Land 1971 in Zaire (nach einem alten Namen des Flusses Kongo) umbenannt. Eine Kampagne gegen Relikte aus der kolonialen Vergangenheit, vor allem gegen die katholische Kirche, setzte ein, so wurden beispiels-weise sämtliche europäischen Namen durch afrikanische ausgetauscht. Die "Zairisierung" der Unternehmen brachte wirtschaftliche Rückschläge. 1977 und 1978 fielen Rebellen von Angola aus in Katanga ein. Sie wurden mit marokkanischer, französischer und belgischer Militärhilfe zurückgeschlagen. Das politische Klima in Zaire wurde durch den diktatorischen Regierungsstil Mobutus sowie durch die weit verbreitete Korruption geprägt. Im Laufe der 1980er Jahre verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Landes zunehmend. Versuche des Internationalen Währungs-fonds, eine Sanierung der Staatsfinanzen durch rigorose Maßnahmen zu erzwingen, zeigten wenig Erfolg. Um außen- und innenpolitischem Druck auszuweichen, ließ Mobutu 1991 ein Mehrparteiensystem zu. Im selben Jahr musste der Diktator auf Drängen der demokratischen Opposition die Einberufung einer Nationalkonferenz akzeptieren. In der Folgezeit versuchte Mobutu, die Demokratisierungsbemühungen der Konferenz zu blockieren. Im Dezember 1992 wählte die Konferenz einen Hohen Rat der Republik als interimistische Legislative und löste sich auf. Die Wirtschaftslage Zaires verschlechterte sich weiter. Unruhen marodierender Soldaten verschärften die innenpolitische Situation. Auch die Verabschiedung einer bis 1997 gültigen Übergangs-verfassung konnte den grundlegenden Konflikt zwischen Mobutu und der demo-kratischen Opposition nicht beilegen. 1997 wurde Mobutu gestürzt. Der neue Macht-haber L. D. Kabila verfügte die Umbenennung Zaires in Demokratische Republik Kongo. Im Sommer 1998 erhoben sich die Banyamulenge mit Unterstützung ruandischer Soldaten gegen Kabila, zu dessen Gunsten angolanische, namibische und simbabwische Truppen in den Konflikt eingriffen. Ruanda und Uganda unterstützten die Rebellen (Kongolesische Befreiungsbewegung, Kongolesische Sammlung für Demokratie), die im Verlauf der Kampfhandlungen weite Teile des Kongos unter ihre Kontrolle brachten. Nach schwierigen Verhandlungen unterzeichneten die beteiligten Staaten sowie die Kongolesische Befreiungsbewegung am 10. Juli 1999 in Lusaka ein Waffenstillstandsabkommen. Trotzdem gingen die bewaffneten Auseinandersetzungen aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Kongolesischen Sammlung für Demokratie weiter. Erst Ende August 1999 unterzeichnete auch diese Rebellengruppe das Friedensabkommen. Ein Ende der Kämpfe konnte dadurch jedoch nicht erreicht werden.

Reiseinformation
Kinshasa
Die Auswahl an historischen Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt ist nicht sehr groß, aber geschichtlich Interessierte sollten sich auf jeden Fall die prähistorischen und völkerkundlichen Museen der Universität ansehen. Die Universitätsgebäude liegen in einer rechteckigen Anlage an einem Hang, auf dem eine farbenfrohe Kapelle steht. Nicht weit entfernt zwischen den Hügeln liegt ein schöner See, der Ma Valée, der von tropischem Regenwald umgeben ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Fischereihafen Kinkole, die Gärten der Präsidentenresidenz Nsele mit ihren Pagoden und die großen Wasserreservoirs, in denen man schwimmen und angeln kann. Auf den Märkten und in den Vororten der Hauptstadt stellen Kunsthandwerker traditionelle Holzskulpturen und Schmuck her. Im Nationalmuseum kann man einzigartige Werke traditioneller einheimischer Kunst bewundern.
Der Südwesten und Bandundu
Die Insiki-Wasserfälle (60 m) in Zongo und die Höhlen in der Region Mbanza-Ngungu kann man an einem Tag besichtigen, für einen ausführlichen Besuch sollte man jedoch mindestens drei Tage einplanen. Von dort aus kann man nach Kisantu fahren und den Botanischen Garten Frère Gillet mit den weltberühmten seltenen Orchideen besuchen.
Weiter westlich am Kwilu-Fluß, 120 km von Mataoi entfernt, erheben sich schroffe Hänge und Schluchten. Das zerklüftete rechte Flußufer mit dem landschaftlich besonders reizvollen Inga zeichnet sich durch seine wilde Schönheit aus. Der Weg zum Meer nach Moanda führt vorbei an Wäldern, Höhlen, den Boma-Wasserfällen und dem in Äquatornähe gelegenen Mayumbe. Unterwegs kann man die Gräber von Tshela besichtigen.
Das obere Tal des Kwango-Flusses im Südwesten ist nur schwer erreichbar. Wer einen längeren Ausflug durch die atemberaubende Natur unternimmt, erreicht schließlich die Tembo-Wasserfälle (früher Guillaume-Wasserfälle).
Kasai und Shaba
Der südliche Upemba-Nationalpark am Fluß Lualaba (nordöstlich von Bugama) besticht durch zahlreiche Seen, in denen Nilpferde, Krokodile und diverse Wasservögel beheimatet sind. Kananga und M'Buji-Mayi sind typische Tropenstädte, Kalemie und die Ufer des Tanganjika-Sees erinnern an die französische Riviera.
Überall im Süden gibt es Süßwasserseen wie die Munkamba-, Fwa- und Kasai-Seen, um nur einige zu nennen. Es gibt zahlreiche eindrucksvolle Wasserfälle, besonders schön sind Kiobo, Lufira und Lofol (384 m) nördlich von Lubumbashi.
Haut-Congo und Kivu
Die Hochebene erstreckt im Osten bis in die Umgebung der Tanganjika-, Kivu-, Idi-Amin-Dada-, Mobutu-Sésé-Séko- und Bukavu-Seen. Goma und Bunia sind kleine malerische Städte mit Villen, Restaurants und Hotels.
Im Norden liegt der 400.000 ha große Garamba-Nationalpark, der Löwen, Elefanten, Leoparden, den seltenen Weißen Nashörnern und Giraffen einen Lebensraum bietet. Im Kaluzi-Biéga-Nationalpark kann man Tiefland-Gorillas beobachten. Im 618 m hoch gelegenen Mobutu-Sésé-Séko-See gibt es mehr Fische als in irgendeinem anderen afrikanischen See. Bunia ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu diesem Gewässer, in die Wälder und Berge, zu den Pygmäendörfern, den Höhlen des Hoyo-Berges und den Escaliers-de-Venus-Wasserfällen. Der Idi-Amin-Dada-See ist Lebensraum für zahlreiche Vogelarten. Der höchste Berg der Ruwenzori-Bergkette ist der Pic Marguerite (5119 m); hier leben Gorillas und die seltenen Okapis. Zwischen Goma und Beni liegt die angeblich schönste Berglandschaft Afrikas, allerdings ist der Straßenzustand extrem schlecht.
Der Virunga-Nationalpark
Dieser 12.000 qkm große Park in der Nähe von Goma wird von zwei Bergketten eingeschlossen, die als natürlicher Schutzwall dienen. Löwen, Elefanten, Büffel, Warzenschweine, Antilopen, Nilpferde und bunte Wasservögel kann man in diesem Naturschutzgebiet in freier Wildbahn beobachten. Abenteuerlustige können auch einen Aufstieg auf die aktiven Vulkane Nyamuragira (3055 m) und Nyiragongo (3470 m) wagen.
Die fünf wichtigsten Nationalparks der Demokratischen Republik Kongo gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit. Vier von ihnen befinden sich im derzeit von Rebellen kontrollierten Gebiet, der fünfte liegt in Frontnähe. Sämtliche Parks sind durch die dortigen kriegerischen Auseinandersetzungen und infolge der Ausbeutungspraktiken sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, die biologische Vielfalt der Parks ist bereits stark bedroht. Vor diesem Hintergrund hat sich die UNESCO verpflichtet, zum Schutz der Parks in bedeutendem Maße beizutragen.

Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Es gibt Verbindungen vom Flughafen N'Djili in Kinshasa zu 40 Flugplätzen und 150 Landebahnen. Die kleineren Fughäfen im Landesinneren bestehen zum Großteil nur aus einer Landebahn und einer Abfertigungshalle und verfügen über keinerlei technische Ausstattung. Kleinflugzeuge können gechartert werden.
SCHIFF: Der Kongo ist auf 1600 km schiffbar, Fähren verkehren zwischen Kinshasa und den flußaufwärts gelegenen Häfen Kisangani und Ilebo. Schiffe gehören zu den besten Verkehrsmitteln, wegen der relativ häufigen Benzinengpässe kommt es oft zu Verspätungen.
BAHN: Die Hauptstrecke führt von Lubumbashi nach Ilebo, mit Nebenlinien nach Kalemie und Kindu sowie von Kinshasa nach Matadi. Auf der zweimal wöchentlich verkehrenden Bahnverbindung zwischen Kinshasa und Matadi kommt es immer wieder zu Entgleisungsunfällen. Die Bahnlinien im Landesinneren sind teilweise von der Rebellion bedroht oder unterbrochen. Die Züge bieten generell wenig Komfort, Abteile der Luxus- und 1. Klasse entsprechen - wo vorhanden - europäischem Standard. Es gibt keine Klimaanlagen, die wichtigsten Züge führen Speise- und Liegewagen. Der Zugverkehr ist unzuverlässig.
BUS/PKW: Bedingt durch mangelhafte Instandhaltung sind die Straßen in äußerst schlechtem Zustand und nur im Einzugsgebiet größerer Städte und in Stadtgebieten befahrbar. Für Fahrten ins Landesinnere sind Geländewagen erforderlich. Während der Regenzeit sind die Straßen oft unpassierbar. Straßensperren sind unbedingt zu beachten. Busse verbinden die größeren Städte, sind aber überfüllt und halten die Fahrpläne oft nicht ein. Mietwagen erhält man am Flughafen.
STADTVERKEHR: Die Busse der öffentlichen Busgesellschaft in Kinshasa sind meist sehr überfüllt. Minibusse und umgebaute Lastwagen (Fula-Fulas) dienen ebenfalls als öffentliche Verkehrsmittel, unregelmäßig fahrende Lastwagenbusse sind als »Taxibusse« bekannt. Die vielen Sammeltaxis und Taxis in Kinshasa bieten mehr Komfort. In den meisten anderen Städten gibt es nur wenige oder gar keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Unterkunft:
Die wenigen Hotels sind teuer und in der Regel ausgebucht. Die meisten befinden sich in Kinshasa, aber in Muanda, Boma, Matadi, Mbanzangunu, Mbandaka, Lubumbashi, Bukavu, Kolwezi, Kerning und Kisangani gibt es ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten. Im Landesinneren sind Unterkünfte dünn gesät.


Landkarte

Aktuelle Mitteilungen

Startseite Afrika