Landkarte Burkina Faso klein

BURKINA FASO (BFA)


Fahne Burkina Faso

Übersicht:
Burkina Faso
Westafrika
Geographische Lage: 9°N - 15°N / 5°W - 2°O
Burkina Faso liegt in Westafrika und grenzt im Norden und Westen an Mali, im Osten an Niger, im Südosten an Benin und im Süden an Togo, Ghana und Côte d'Ivoire. Während der Norden trocken ist, ist der südliche Landesteil etwas regenreicher und besteht aus bewaldeter Savanne, die in Richtung Norden in Sand und Wüste übergeht. Die Sahara verschiebt sich immer weiter nach Süden und bedroht den schmalen Ackerlandstreifen. Die Ebenen werden von den Flüssen Mouhoun, Nazinon und Nakambé durchflossen.
Zeitzone: MEZ - 1h
Fläche: 274.200 qkm
Höchster Punkt: Tena Kourou 749 m
Tiefster Punkt: Mouhoun River 200 m
Klima: Im äußersten Norden (Sahelzone) Wüstenklima. Ansonsten Sudanklima mit Regenzeit von Juni bis Oktober, dann einer trockenen und relativ kühlen Periode bis Februar und im Anschluß trocken-heiß.
Flora und Fauna: Der Boden des Landes reicht in die unfruchtbare Sahelzone hinein und ist durch Buschland und Halbwüste geprägt. Nach Süden hin geht die Gras-savanne in Wald über. Das Land hat schwer unter den Dürren der letzten Jahre gelitten. Es gibt einen reichen Tierbestand, aber die Flußgegenden sind verseucht von Tsetse- und Simuliumfliegen, den Überträgern der Schlafkrankheit und der Flußblindheit.
Hauptstadt: Ouagadougou
Bevölkerung: 13,228.000
Bevölkerungsdichte: 48/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Mossi 48%, Mande 9%, Fulani 8%
Religion: Naturreligionen 45%, Muslim 43%, Christen 10%
Sprache: Amtssprache ist Französisch. More und Dioula werden ebenfalls gesprochen. Teilweise Englisch und Arabisch.
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1991, letzte Änderung 1997. Volksvertretung (Assemblée des Députés Populaires) mit 111 Abgeordneten. Staatsoberhaupt: Blaise Compaoré, seit 1987. Regierungschef: Kadré Désiré Ouédraogo, seit 1999. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie), bis 1984 Republik Obervolta.
Währung: 1 CFA Franc = 100 Centimes
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 1.200 EUR
Wirtschaft: Burkina Faso gehört nach Einschätzung der Weltbank zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttosozialprodukt betrug 1993 45%, und 84% der Erwerbstätigen sind in diesem Bereich beschäftigt (1994). Die Landwirtschaft hat sich von den Folgen der verheerenden Dürren der achtziger Jahre erholt und liefert Grundnahrungsmittel (Sorghum, Hirse, Mais und Reis). Die wichtigsten Agrarexportprodukte sind Baumwolle, Erdnüsse und Sesam. Das Land verfügt über beträchtliche Bodenschätze, die bis auf Gold und Mangan jedoch nur in geringem Maße gefördert wurden. Der Bergbau ist zunehmend von wirtschaftlicher Bedeutung. Burkina Faso besitzt eine bescheidene Fertigungswirtschaft, die Textilien, Zucker und Mehl produziert.
Staatlich geförderte Programme zur Energiegewinnung durch Wasserkraft sollen das Land unabhängig von Treibstoffimporten machen. Die liberale Wirtschaftspolitik der Compaoré-Regierung reduzierte den staatlichen Sektor, förderte freien Handel und machte das Land attraktiv für ausländische Investoren.
Die Abhängigkeit von Entwicklungshilfe, vor allem aus Frankreich und dem EU-Entwicklungsfonds, ist groß. Das Außenhandelsdefizit ist ebenfalls beträchtlich. Über ein Drittel der Exporte gehen nach Frankreich, das Importgüter in gleichem Umfang liefert. Weitere wichtige Handelspartner sind Côte d'Ivoire, die Schweiz, Italien und Thailand. Burkina Faso gehört zur CFA-Franc-Zone.
Hirse, Reis, Sesam, Baumwolle, Erdnüsse, Tabak, Viehzucht.
Verarbeitung von Agrarprodukten.
Gewinnung von: Manganerz, Kalk, Phosphat.
Exportgüter: Tabak, Lebendvieh, Fleisch, Leder, Häute, entkörnte Baumwolle.
Landwirtschaft: 36%
Industrie: 20%
Dienstleistung: 44%
Lebenserwartung: 47 Jahre
Analphabetenrate Männer: 66%
Analphabetenrate Frauen: 86%
Information: http://www.primature.gov.bf/


Das Land
Die 300-500 m ü. M. gelegene Hochebene liegt im Bereich der wechselfeuchten Tropen. Den größten Teil des Landes nimmt Trockensavanne ein.

Die Bevölkerung
Die überwiegend islamische Bevölkerung gehört verschiedenen Völkern und Stämmen (Mossi, Mande, Fulbe, Haussa und Tuareg) an; die bedeutendste Gruppe einschließlich der Yatenga sind die Mossi mit dem Siedlungsschwerpunkt um die Hauptstadt Ougadougou. Die Zahl der im Land lebenden Ausländer beträgt etwa 5000 (meist Franzosen). 43% der Bevölkerung sind Anhänger des Islams, 45% von Natur-religionen, und 12% sind Christen (meist römisch-katholisch). Staatssprache ist Französisch; unter den Umgangssprachen sind Mossi (More), Mande-Sprachen und Ful am weitesten verbreitet.

Die Wirtschaft und der Verkehr
Die Landwirtschaft liefert für den Export Baumwolle (über 63% der Gesamtausfuhr), Sesam, Erdnüsse und Tabak. Die Viehzucht ist mit 11% am Export beteiligt. Der Fischfang spielt für den Inlandsmarkt eine große Rolle. Es gibt reiche Vorkommen an Manganerzen, Phosphat und Kalkstein. Im Südosten des Landes wird Gold abgebaut, das rund 8% der Gesamtausfuhr ausmacht. Die Industrie ist schwach entwickelt. Sie verarbeitet hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse, daneben gibt es Metall- und Holz verarbeitende Industrie. Kunsthandwerkliche Kleinbetriebe jeder Art sind weit verbreitet und stehen auf einer hohen Stufe.
Dem Flugverkehr kommt, besonders in der Regenzeit, wachsende Bedeutung zu. Internationale Flughäfen gibt es in Ougadougou und Bobo-Dioulasso, daneben gibt es zahlreiche Landeplätze für den Inlandverkehr.

Die Geschichte
Als Frankreich 1897 das Gebiet des heutigen Staates eroberte, ließ es das Kaiserreich der Mossi (seit dem 15. Jahrhundert) formell bestehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde eine Kolonie Obervolta gebildet. 1960 wurde sie unter M. Yameogo unabhängig. 1966 wurde Yameogo gestürzt. In der Folge wechselten mehrmals aus Wahlen hervorge-gangene Regierungen mit Militärdiktaturen. Seit 1983 regierte der linksgerichtete Hauptmann T. Sankara, der 1984 Obervolta in Burkina Faso umbenannte. Er wurde 1987 ermordet; neuer Machthaber wurde Hauptmann B. Compaore. 1991 trat eine neue präsidiale Verfassung in Kraft. In der von der Opposition boykottierten Präsident-schaftswahl im selben Jahr wie auch 1998 wurde Compaore im Amt bestätigt.

Reiseinformation
n der Hauptstadt Ouagadougou gibt es ein Völkerkundemuseum mit einer umfangreichen Sammlung von Mossi-Fundstücken. Im Lycée Bogodogo befindet sich das Nationalmuseum, im Collège de la Salle kann das Schlangenmuseum besichtigt werden. Die Stadt war einst das Zentrum eines der vielen Königreiche der Mossi. Auch der große Markt, das Färber- und das Kunstgewerbe-Zentrum sind interessant.
An dem künstlichen See ca. 18 km von Ouagadougou entfernt kann man die Tierwelt des Landes beobachten. Das alte Mossi-Dorf Pabre liegt unweit eines großen Staudammes nördlich der Stadt.
Die herrliche Umgebung von Banfora und die 5 km von der Stadt entfernten Wasserfälle sind besuchenswert.
In Sabou kann man Krokodile aus nächster Nähe betrachten. Am allerbesten lassen sich Wildtiere in den Nationalparks beobachten: Pô (an der Grenze zu Ghana), W und Arly (beide an der Grenze zu Benin). Hier bekommt man die größten Antilopen Westafrikas, Löwen, Affenarten, Nilpferde und unzählige Vogelarten vor die Kamera. Zum Fotografieren benötigt man eine Genehmigung.
In Tiébélé kann man die wundervoll dekorierten Gourounsi-Hütten bewundern. In Bobo Dioulasso hat man Gelegenheit, sich traditionelle afrikanische Masken anzusehen. Die Moschee sollte in keinem Besuchsprogramm fehlen. Kotédougou ist für seine Tänzer und die Moschee im sudanesischen Stil berühmt.

Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Borgo Airport, 16 km außerhalb von Bobo Dioulasso, ist der wichtigste Flughafen für den Inlandflugverkehr. Air Burkina bietet Flüge zu den größeren Städten an. Lufttaxis sind ebenfalls vorhanden.
BAHN: Es gibt tägliche Verbindungen von Ouagadougou nach Bobo Dioulasso. Die Züge haben zwei Preisklassen, manche haben Schlaf- und Speisewagen und Klimaanlage. Man muß mit überfüllten Wagen rechnen.
BUS/PKW: Die Straßen sind während der Regenzeit (Juni - Sept.) unbefahrbar. Polizeikontrollen verlängern die Fahrzeiten erheblich. Fernbus: In der Trockenzeit gibt es einen Linienbusverkehr. Vorausbuchung dringend empfohlen. Taxi: In größeren Orten gibt es Sammeltaxis, Fahrpreise werden ausgehandelt. Mietwagen mit und ohne Fahrer kann man von der Burkina Faso Auto Location im Hotel Independence (Ouagadougou) mieten.

Unterkunft:
HOTELS: Es gibt Hotels mit Klimaanlage und weiteren Extras wie Swimmingpool und Tennisplätze in Ouagadougou, Bobo Dioulasso, Koudougou, Banfora, Ouahigouya und Arly. Außerdem findet man komfortable Guest Houses (Pensionen) sowie Bungalows im Arly-Nationalpark. Kategorien: Die Regierung vergibt je nach Ausstattung und Dienstleistungen 1-4 Sterne.
CAMPING: Es gibt vier Campingplätze.


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