

Übersicht:
Botswana
Republic of Botswana
Südliches Afrika
Geographische Lage: 18°S - 27°S / 20°O - 29°O
Botswana grenzt im Norden an Sambia, im Nordosten an Simbabwe, im Süden an Südafrika und im Westen an Namibia. Das unfruchtbare Tafelland der Kalahari nimmt nahezu die gesamte Landesfläche ein. Etwa ein Fünftel des Landes besteht aus Nationalparks. Im Norden liegt das faszinierende Okavango-Becken mit dem Moremi-Tierschutzgebiet und dem Chobe-Nationalpark, im äußersten Südwesten der Gemsbok-Nationalpark und in der Landesmitte das Central Kalahari Game Reserve. Die Vegetationsveränderungen während der Regenzeit sind besonders in der Makgadikgadi-Salzpfanne und im Okavango-Delta auffallend. Nach heftigen Regengüssen verwandelt sich das Okavango-Delta in eines der wildesten und schönsten Naturschutzgebiete Afrikas.
Zeitzone: MEZ + 1h
Fläche: 581.730 qkm
Höchster Tsodilo Hills 1489 m
Tiefster Punkt: Limpopo und Sashe River 513 m
Klima: Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa um 6 Monate verschoben, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer und umgekehrt. Heiße Sommer mit kurzen, heftigen Niederschlägen, im Winter gelegentlich Nachtfröste
Flora und Fauna: Die vorherrschende Vegetation ist die Grassavanne; Palmen gedeihen im Okawango-Delta und ausgedehnte Laubwälder säumen den Chobe-Fluß an der Nordgrenze. In den vielen Wildreservaten und Nationalparks gibt es einen reichen Tierbestand. Regionaltypisch sind Löwen, Elefanten, Giraffen und Schlangen
Hauptstadt: Gaborone
Bevölkerung: 1,765.000
Bevölkerungsdichte: 3/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Batswana 95%, Kalanga, Basarwa, Kgalagadi 4%
Religion: Naturreligionen 50%, Christen 50%
Sprache: Englisch dient als offizielle Amtssprache. Landessprachen sind Setswana und andere Bantu-Sprachen.
Politisches System: Präsidialrepublik (im Commonwealth), seit 1966. Verfassung von 1966, letzte Änderung 1997. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (47 Sitze) und beratendes House of Chiefs (15 Sitze). Staats- und Regierungschef: Festus G. Mogae, seit 1998. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1966 (ehemaliges britisches Protektorat).
Währung: 1 Pula = 100 Thebe
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 4.350 EUR
Wirtschaft: Die Landwirtschaft basiert auf Nutzviehhaltung und dem Anbau von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Sorghum und Hirse. In den letzten Jahren hat die Landwirtschaft stark unter Dürreperioden gelitten. Hauptexportgüter sind Rindfleisch und Mineralien, insbesondere Diamanten, der größte Devisenbringer (72% des Gesamtexports), Gold, Nickel, Kupfer, Kobalt und Kohle. Dehydriertes Sodiumkarbonat wird seit einiger Zeit in größeren Mengen industriell produziert. Platin, Gold und Öl wurden im Süden des Landes entdeckt. In den vergangenen Jahren hat sich der Fahrzeugbau zu einer erfolgreichen Industrie entwickelt.
Botswana ist wirtschaftlich eng mit Südafrika verbunden und gehört zusammen mit Südafrika, Lesotho und Swasiland zur Südafrikanischen Zollunion (SACU). Importe kommen hauptsächlich aus den Mitgliedstaaten der SACU, anderen afrikanischen Ländern (insbesondere Simbabwe) und Korea. Wichtigster Absatzmarkt ist Europa.
Kluges Wirtschaften und der gewinnbringende Abbau von Mineralien in den neunziger Jahren haben Botswanas Wirtschaftswachstum vorangetrieben. Wiederkehrende, für die Landwirtschaft sehr bedrohliche Dürreperioden und starke Preisschwankungen bei Rohstoffen veranlaßten die Regierung zu einem verstärkten Ausbau des Dienstleistungssektors mit besonderem Augenmerk auf die vielversprechenden Bereiche Tourismus und Finanzwesen. Bei der Förderung des Fremdenverkehrs werden ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt, um die Erhaltung der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt zu gewährleisten.
Hülsenfrüchte, Hirse, Mais, Zitrusfrüchte, Viehzucht.
Gewinnung von: Nickel, Kupfer, Kohle, Manganerz, Diamanten.
Tourismus.
Exportgüter: Diamanten, Kupfer, Nickel, Fleisch, Fleischprodukte.
Landwirtschaft: 4%
Industrie: 46%
Dienstleistung: 50%
Lebenserwartung: 39 Jahre
Analphabetenrate Männer: 25%
Analphabetenrate Frauen: 20%
Information: http://www.gov.bw/home.html
Das Land
Botswana nimmt den größten Teil des abflusslosen, 900-1100 m hohen Beckens der Kalahari ein, das von sandigen, von den Rändern eingespülten Ablagerungen erfüllt ist. Der Okavango bildet im Nordwesten ein großes Binnendelta mit ausgedehnten Sümpfen, große Salzpfannen (Makarikaripfanne) liegen im Nordosten. Die Niederschläge fallen im Sommer, weniger als 250 mm/Jahr im Süden und Südwesten, im Norden und Südosten noch meist mehr als 500 mm. Ein entscheidendes Merkmal ist der Mangel an Oberflächenwasser, der durch hohe Verdunstung und schnelles Einsickern in das Lockermaterial bedingt ist. Die Vegetation besteht im Südwesten aus sehr lockeren Grasfluren, die nach Nordosten über Dorn- und Trockensavanne in Laub abwerfende Trockenwälder übergehen.
Die Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht neben etwa 30 000 Buschmännern, 16 300 Europäern, Mischlingen und Asiaten aus dem Bantuvolk der Tswana (Tschwana, Betchuana), zu dem acht Hauptstämme gehören. Sie wohnen in den landestypischen Riesendörfern, von denen die größten mehr als 30 000 Einwohner haben. Die Wege zu den Feldern und Weideplätzen sind dadurch sehr weit. Der überwiegende Teil der Bevölkerung bekennt sich zu Naturreligionen, rund 30% sind Christen. Außerdem gibt es eine kleinere Gruppe von Moslems und Hindus. Das durchschnittliche jährliche Bevölkerungwachstum ist mit 3% noch ausgesprochen hoch. Staatssprache ist Englisch, aber auch Setswana und andere Bantusprachen sind als Umgangssprachen in Gebrauch.
Die Wirtschaft
Die spärliche Vegetation erlaubt nur eine extensive Viehzucht, die vorwiegend der Selbstversorgung dient. Nur die wenigen Großfarmen im Osten des Landes erzielen Marktüberschüsse. Die Viehzucht (Rinder, Ziegen, Schafe) stellt mehr als 80% der landwirtschaftlichen Produktion. Der Ackerbau (Hirse, Mais, Hülsenfrüchte) ist fast ausschließlich auf den feuchteren Südosten beschränkt. Der Bergbau ist der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes. Botswana ist einer der größten Diamantenexporteure der Erde. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ausfuhr von Kupfer-Nickel Konzentraten. Ansonsten verfügt Botswana noch über Vorkommen von Steinkohle, Gold, Silber, Asbest und Mangan. Die Industrie ist noch wenig entwickelt; wichtigste Zweige sind die Nahrungsmittel- und Textilindustrie. Der Fremdenverkehr ist in Botswana, in dem rund 17% der Fläche als Wildschutzgebiete ausgewiesen sind, wirtschaftlich von großer Bedeutung.
Der Verkehr
Die von einer Autostraße begleitete Eisenbahnlinie Kapstadt-Gaborone-Bulawayo-Harare, die den Osten quert, ist der wichtigste Verkehrsweg. Die Landstraßen sind zur Regenzeit schwer oder nicht passierbar. Dagegen sind alle wichtigen Zentren des Landes durch Luftverkehr zu erreichen.
Die Geschichte
Das Land wurde 1885 britische Kolonie (unter dem Namen Betschuanaland). Seit 1910 ist es verwaltungs- technisch und wirtschaftlich eng mit der Südafrikanischen Union verbunden, wurde ihr jedoch politisch nie eingegliedert. 1961 begann Großbritannien die Entlassung Botswanas in die Unabhängigkeit vorzubereiten. Seit den Wahlen von 1965 verfügt die gemäßigte Demokratische Partei über eine große Mehrheit im Parlament. Am 30. 9. 1966 wurde Botswana unabhängige Republik. Die Regierung lag bis 1980 in der Hand des Bamangwato-Fürsten Seretse Khama; Staatsoberhaupt und Regierungschef wurde 1980 Quett Masire. Die Diamantenproduktion ermöglichte dem Land in den 80er Jahren ein überproportionales Wirtschaftswachstum, das sich allerdings seit Beginn der 90er Jahre verlangsamte. 1998 legte Masire das Präsidentenamt nieder. Nachfolger wurde F. Mogae.
Reiseinformation
Die ursprüngliche Natur macht Botswana zu einem der reizvollsten Reiseländer Afrikas. Das Land besteht aus rund 80% Halbwüste mit.vielen abgelegenen Gegenden mit reicher Tierwelt. Eine der schönsten Regionen ist das etwa 15.000 qkm große Okavango-Becken im Nordwesten, das zwischen Juni und September einfach von Maun zu erreichen ist. Die Stadt ist Ausgangspunkt für alle Safaris in die Naturschutzgebiete und das Okavango-Delta, in dem es neben der vielfältigen und abwechslungsreichen Flora verschiedenste Säugetier-, Fisch- und Vogelarten gibt. Das Delta entstand durch eine Veränderung der Erdoberfläche, die das Flußsystem aus dem ursprünglichen Tal verdrängte und das größte Binnenlanddelta der Welt bildete. Das Becken besteht aus einem riesigen Netz von schmalen Wasserwegen, die in Lagunen übergehen. Das Papyrusschilf der Gewässer ist so dicht, daß die nördliche Gegend nur mit dem Mokoro (Einbaum) befahrbar ist. Man kann Krokodile, Nilpferde, Elefanten, Zebras, Giraffen und Hunderte exotischer Vogelarten in freier Wildbahn beobachten. Zahlreiche Safari-Camps liegen in den Sümpfen: darunter Island Maun Safari Lodge, Crocodile Camp, Jedibe, Xigera und Okavango River Lodge. Eines der faszinierendsten Tierschutzgebiete im südlichen Afrika ist das 1812 qkm große Moremi Wildreservat im äußersten Nordosten des Okavango Beckens. Es gibt komfortable Unterkünfte wie Mombo Camp, Kwara, Chitabe und Duba Plains. Die Straßen sind allerdings schlecht befahrbar. Malariarisiko. Das für Großwild- Safaris (Büffel, Elefanten, Giraffen, Zebras, Leoparden und Löwen) bekannte Chief´s Island im Moremi-Reservat kann man mit dem Flugzeug oder Mokoro erreichen. Wer Maun mit dem Kanu oder Boot und einem Führer verläßt, kann die Lagunen Xakanaxa, Gcobega und Gcodikwe besuchen oder durch das weitverzweigte Netz der Wasserwege zum ca. 300 km nordwestlich gelegenen Shakawe in der Nähe der angolanischen Grenze fahren.
Die Gcwihaba Höhlen mit ihren atemberaubenden Stalaktiten sind 240 km von Tsan entfernt. Der Name bedeutet »Hyänenloch« in der Kliksprache der Buschmänner.
Die Tsodilo Hills liegen nördlich des Okavango Beckens in der Nähe des zu Namibia gehörenden Caprivi Zipfels. Hier gibt es über 1700 Felsmalereien, hauptsächlich Tierszenen. Es wird vermutet, daß sie von Vorfahren der Basarwa- und Bantuvölker stammen, die diese Hügel heute noch "Mann, Frau und Kind" nennen. Ähnlichkeiten mit Felsmalereien in Simbabwe, Tansania, Südafrika und Lesotho sind auffallend. Die Hügel können per Flugzeug oder Auto erreicht werden, es gibt jedoch keine Campingplätze und kein Süßwasser. Man muß Wasser, Lebensmittel und Benzin mitnehmen.
Die Tierwelt des ca. 11.700 qkm großen Chobe Nationalparks ist außerordentlich vielfältig. Eine der Hauptattraktionen sind die über 70.000 Elefanten und die weißen Nashörner, die sich nachmittags auf ausgetretenen Pfaden zur Tränke am Chobe-Fluß aufmachen. Am Flußufer sieht man Büffelherden, Nilpferde, Kudus und grazile Impalas. Mit Ausnahme bestimmter Teile, die in der Regenzeit (November - April) geschlossen sind, ist der 10 km von Kasane entfernte Park ganzjährig geöffnet. Zwischen Mai und September ist der Besuch besonders lohnenswert, da man täglich Tausende von Tieren beobachten kann. Die luxuriöse Cresta Mowana Safari Lodge am Chobe Fluß ist eine ideale Basis für die Erkundung des Chobe Wildreservats auf Flußkreuzfahrten, Landrover-Safaris oder Fahrten mit dem traditionellen Mokoro (Einbaum). Außerdem werden Raftingtouren auf dem Sambesi angeboten, bei denen man an einem Tag vier verschiedene Länder (Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe) bereist. Eine Asphaltstraße führt zu den 69 km entfernten Viktoria Fällen (Simbabwe).
Das Savuti/Linyanti Gebiet, das im Westen an das Okavango Becken und im Osten an den Chobe Nationalpark grenzt, ist berühmt für seine Löwen und Tüpfelhyänen sowie Büffel, Zebra- und Elefantenherden. Zu den teilweise luxuriösen Camps in diesem Gebiet gehören King´s Pool, Savuti, Duma Tau, Linyanti Zeltcamp sowie Selinda und Zibadjiana Camp.
Der ca. 5500 qkm umfassende Makagadikgadi/Nxai-Pan Nationalpark liegt 32 km nördlich der Hauptstraße von Francistown nach Maun. Auf dem flachen Grasland weiden während der Regenzeit zahlreiche Tierherden, besonders Giraffen. Die Region ist vor allem für die Makgadikgadi Salzpfanne bekannt, ein prähistorischer See, der nur in der Regenzeit Wasser führt und zu der Zeit mit unzähligen rosa Flamingos bevölkert ist. Riesige Zebra- und Gnuherden kommen hier zur Tränke. Wenn das Wasser im Makgadikgadi sinkt, ziehen die Tiere zum Boteti, wo sie bis zur nächsten Regenzeit bleiben, um dann weiter nordwärts zum Nxai Becken zu ziehen. Zeltmöglichkeiten sind vorhanden, aber man muß Wasser, Lebensmittel und Benzin mitbringen.
Südlich von Maun und dem Okavangobecken liegt die riesige Kalahari Wüste, die nach Regenfällen im März und April erblüht und Hunderte von Vogelschwärmen anzieht.
Das Khutse Wildreservat (240 km nordwestlich von Gaborone) besteht aus einer großen Savanne. Die Campingplätze sind recht einfach, man muß Wasser, Benzin und Verpflegung mitbringen.
Das Central Kalahari Game Reserve ist das zweitgrößte Schutzgebiet der Welt (51.800 qkm). In dieser Region leben die San oder Buschmänner, die Ureinwohner Botswanas, die auch heute noch mit Pfeil und Bogen der Jagd nachgehen.
Der Gemsbok National Park (26.000 qkm) liegt im äußersten Südwesten an der Grenze zu Südafrika und trägt nach der Zusammenlegung mit dem südafrikanischen Kalahari Gemsbok Park (9600 qkm) den Namen Kgalagadi Transfrontier Park. Hohe Sanddünen, tiefe fossile Flußbette bestimmen hier die Landschaft. Von Gaborone führt eine gepflasterte Straße nach Tsabong, ab hier kann man den Park nur noch mit Allradantrieb erreichen. Herden von Gems- und Springböcken sowie zahlreiche andere Antilopenarten, Geparden und Löwen können hier aus nächster Nähe beobachtet werden. Die beste Zeit für die Wildbeobachtung sind die Wintermonate von Mai bis September. Zwischen Dezember und März ist es sehr heiß und es muß mit Platzregen und heftigen Gewitterschauern gerechnet werden. Die ansonsten trockenen Flüsse können dann plötzlich Wasser führen, Wege werden unpassierbar und Teile des Parks müssen für den Verkehr geschlossen werden. Camps im Park sind Mata Mata und Nossob im Norden und Twee Rivieren im Süden.
Das Mabuasehube Game Reserve ist inzwischen Teil des Gemsbok National Parks geworden. Diese Region ist auch für ihre Salzpfannen bekannt, die in den verschiedensten Farben schillern. Antilopen, Füchse und über 170 verschiedene Vogelarten sind hier zu Hause. Die beste Reisezeit ist von Juli bis September.
Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Das Flugzeug ist das beste Verkehrsmittel. Es gibt Flughäfen in Francistown, Ghanzi, Jwaneng, Kasane, Maun, Pont Drift und Selebi-Phikwe. Folgende Chartergesellschaften, die Flüge nach Namibia, Südafrika, Lesotho, Swasiland, Simbabwe und Sambia anbieten, sind in Gaborone vertreten: Kalahari Air Services, Air Charter Botswana und National Airways Corporation. Northern Air Botswana bietet Flugtaxidienste von Maun aus in die Okavango-Region und in ganz Nord-Botswana.
BAHN: Züge verbinden Ramathlabama und Francistown. Das Streckennetz wird erweitert.
BUS/PKW: Die Nord-Süd-Verbindung von Lobatse über Francistown bis nach Ramokgwebana und die Straßen von Lobatse nach Jwaneng sowie von Francistown nach Kazungula über Nata sind asphaltiert. Es besteht auch eine Verbindungsstraße nach Nata und Maun. Etwa 2500 km der Straßen sind geteert, sonst Schotter- oder Sandpisten. Der Bau von Schnellstraßen ist geplant. In abgelegene Gegenden sollten Benzinreserven und mindestens 20 l Trinkwasser mitgenommen werden. Ist eine Safari ohne Führer geplant, sollte man sich vorher ausreichend informieren. Fernbus: Zwischen Gaborone und Francistown sowie von Francistown nach Nata und Maun verkehren Busse. Der Bus von Francistown nach Maun verkehrt dreimal wöchentlich (Fahrzeit ca. 12-18 Std.). Taxis findet man in allen größeren Städten. Mietwagen gibt es in Gaborone, Francistown oder Maun. Für viele Regionen braucht man Allradantrieb. Der Tank sollte immer mindestens halbvoll sein, da Entfernungen zwischen den einzelnen Städten groß sind. Die Höchstgeschwindigkeit außerhalb von Ortschaften beträgt 120 km/h, 60 km/h innerhalb von geschlossenen Ortschaften und 30 km/h in Nationalparks. Geschwindigkeitsdelikte werden mit hohen Geldstrafen belegt. Linksverkehr und Anschnallpflicht.
STADTVERKEHR: Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel außer Sammeltaxis und Minibusse mit festgesetzten Fahrpreisen. Wer ein Taxi nicht mit anderen Fahrgästen teilen möchte, muß mit höheren Fahrpreisen rechnen. Es empfiehlt sich in diesem Fall, den Fahrpreis vor der Abfahrt auszuhandeln.
Unterkunft:
HOTELS: Guter Standard der Touristenhotels bei hohen Preisen. Hotels mit internationalem Standard findet man im östlichen Landesteil und in den größeren Städten, vor allem in und um Gaborone sowie Francistown. Ausstattung und Komfort sind unterschiedlich und teilweise einfach, nicht alle Hotels haben Klimaanlagen. Hotels und Motels gibt es u. a. in Ghanzi, Kanye, Lobatse, Mahalapye, Maun, Molepolole, Palapye, Selebi-Phikwe, Serowe und Tuli.
SAFARI-LODGES UND ZELTCAMPS: In allen größeren Zentren und Tierparks wie Francistown, Kasane, Maun, dem Okavango-Becken, dem Chobe-Nationalpark, dem Moremi Wildreservat und Tuli Block findet man Lodges und Camps unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Manche sind nur einfache Camps mit Waschgelegenheit und recht preiswert, andere sind luxuriöse Bungalowanlagen mit Swimmingpools, Kinos, Konferenzräumen und Geschäften. Die luxuriöse Cresta Mowana Safari Lodge, 8 km vom Flughafen Kasane entfernt am Chobe Fluß gelegen, ist eine ideale Basis für die Erkundung des Chobe Wildreservats. Die Tsaro und Xugana Lodges im Okavango Becken werden an Gruppen bis zu sechs Personen vermietet. Im Lloyd's Camp in West-Chobe und im Nxamaseri Camp im Okavango Becken finden Besucher in komfortablen Safarizelten Unterkunft. Campingplätze im Moremi Wildpark, Chobe Nationalpark und um die Salzpfannen müssen im voraus beim Parks and Reserves Reservation Office gebucht werden.
CAMPING: Campingplätze mit einer Kapazität von bis zu sechs Personen stehen in allen Nationalparks zur Verfügung: Am Straßenrand ist Zelten ebenfalls erlaubt. Beim Campen auf Privatgrundstücken muß vorher eine Erlaubnis eingeholt werden. Grasfeuer sind unbedingt zu vermeiden, Abfall sollte mitgenommen oder vergraben werden. In abgelegenen Gegenden gibt es Löwen.