n-tv CNN
29.10.2000
In Tansania ist die Polizei nach der chaotischen Präsidenten- und Parlamentswahl massiv gegen Demonstranten vorgegangen. Die Beamten schossen mit Tränengas und Gummigeschossen auf die Demonstranten, die sich gegen Manipulationen bei der Wahl wehren. Zuvor waren in 16 Bezirken Sansibars die Wahlen für ungültig erklärt worden. Dort hatten die Wahllokale mit stundenlanger Verspätung geöffnet. Die Opposition beschuldigte die Regierungspartei CCM der Wahlfälschung. Die CCM ist seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1961 an der Macht. Mit Ergebnissen wird erst Mitte der Woche gerechnet.
n-tv CNN
28.01.2002
Bei Protestkundgebungen der größten Oppositionspartei von Tansania sind auf dem Archipel Sansibar mindestens 16 Menschen getötet worden. Darunter auch ein Polizist. Augenzeugen zufolge schoss die Polizei während der Kundgebungen der oppositionellen Vereinigten Bürgerfront auf Demonstranten, die Neuwahlen auf dem halbautonomen Archipel forderten. Rundfunkberichten zufolge wurden bei einer Kundgebung in Dar-es-Salaam mindestens 140 Personen verhaftet und weitere 196 bei Demonstrationen auf Sansibar.
n-tv CNN
02.02.2002
Bei den jüngsten Unruhen auf dem Archipel Sansibar hat die Polizei nach Angaben der Opposition mindestens 51 Menschen getötet. Bis zu 100 weitere Menschen sollen ertrunken sein, als ihre Boote, mit denen sie fliehen wollten, von der Polizei beschossen und versenkt wurden. Eine Woche nach Beginn der Unruhen auf der Insel Pemba, einer der beiden Hauptinseln des halbautonomen Sansibar, sei noch immer das Schicksal von Hunderten Personen ungeklärt, sagte Oppositionspolitiker Musa Haji britischen, amerikanischen und dänischen Dipomaten, die die Situation dort untersuchen. In Tansania und auf Sansibar waren erst Ende Oktober Präsident und Parlamente neu gewählt worden. Die Oppositionspartei CUF erkannte auf Sansibar den Sieg der in ganz Tansania regierenden Partei der Revolution (Chama Cha Mapinduzi, CCM) nicht an. Sansibar und das gegenüberliegende Tanganjika waren 1964 zu Tansania zusammengeschlossen worden. Die meisten der rund 250.000 Bewohner von Pemba sind Anhänger der CUF.