Der Name kommt aus dem Kisuaheli "Kilima Njaro" schimmernder Berg.
Die Massai nennen ihn "Oldoinyo Oibor", den weißen Berg.
Die Erstbesteigung erfolgte am 6.10.1889 durch den deutschen Geograph Hans Meyer und den österreichischen Bergsteiger Ludwig von Purtscheller
Mittlerweile muß jede Besteigung durch ein Tourismus - Unternehmen organisiert und von offiziellen Führern geleitet werden.
Die beste Jahreszeit dafür ist von Dezember bis März.
Man unterscheidet acht Aufstiegsrouten, wobei die Marangu Route die einfachste und am besten ausgestattete ist, sie wird daher auch am häufigsten begangen.
Es gibt am höchsten Berg des schwarzen Kontinents keine technischen Schwierigkeiten zu bewältigen. Gute Kondition, hochalpine Wandererfahrung und vor allem Höhentauglichkeit sind allerdings Voraussetzung. Für gut akklimatisierte Bergsteiger ist der Aufstieg ohne Probleme zu schaffen.
Alpine Standardausrüstung ohne Seil und Haken ist ausreichend. Skistöcke sind für den Aufstieg sehr hilfreich.
Der Eingang in den National Park liegt auf 1800 m. Auf dem Weg zum Gipfel gibt es drei Stützpunkte, die Mandara-Hütte 2700 m, die Horombo-Hütte 3720 m und die Kibo-Hütte auf 4703 m (ein Steinbau aus dem Jahr 1932). Auf- und Abstieg sind in 5 Tagen zu bewältigen.
| Ort | Meereshöhe | Etappe | Höhendiff. | Wegstrecke | Gehzeit |
| Marangu |
1.800m
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Start
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| Mandara Hütte |
2.700m
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1.Tag
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+900m
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12 km
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4.00h
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| Horombo Hütte |
3.720m
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2.Tag
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+1020m
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16 km
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6.00h
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| Kibo Hütte |
4.703m
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3.Tag
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+983m
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11 km
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6.00h
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| Uhuru Peak |
5.895m
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4.Tag
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+1192m
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5 km
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6.30h
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| Horombo Hütte |
3.720m
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4.Tag
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-2175m
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16 km
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6.00h
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| Marangu |
1.800m
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5.Tag
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-1920m
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28 km
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6.30h
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Kaum ein anderer Berg bieten diese vielfältige und abwechslungsreiche Szenerie. Man durchwandert die verschiedensten Klimazonen. Der Kilimanjaro ist jedoch aufgrund seiner Höhe nicht zu unterschätzen. Viele müssen aufgrund schlechter Akklimatisation höhenkrank aufgeben.
Marangu liegt am Fuß des Kilimanjaros in einer subtropisch- tropischen Landschaft, die vielen Shambas (Suaheli: bäuerliche Anwesen) sind weit über die Hänge verstreut und verstecken sich unter üppigen Bananenpflanzungen. Der mächtige Kegel des Kibo mit seinen nach Süden herunterreichenden Eisfeldern zeigt sich majestästich zwischen den Baumwipfeln und scheint wegen der trockenen, klare Luft zum Greifen nahe.
Die erste Tagesetappe führt zunächst an Bananenplantagen vorbei, zum am Regenwaldrand gelegenen Eingang des Nationalparks. Der Regenwald erstreckt sich in einer Breite zwischen 7 und 30 km rund um dem Kilimanjaro. Lianen umwuchert und mit Farnen und 0rchideen besetzte Baumriesen erheben sich über niedrigerem total verfilztem Busch- und Strauchwerk. Umgestürzte Baumstämme sind von Moos umwachsen, und der Pflanzenwuchs ist beiderseits des Weges so dicht, daß man kaum einen Schritt abweichen kann. Nachmittags erreicht man die Mandara-Hütte.
Am nächsten Morgen geht es durch den letzten Teil des Regenwaldes. Schlagartig endet der Bewuchs und man steht vor einer mit Heidekraut bewachsenen weitläufigen Landschaft. Nach sechs Stunden Marsch wird die Horombo-Hütte erreicht.
Bei der dritten Etappe gelangt man nach kurzer Gehzeit zur letzten Wasserstelle. Jetzt gilt es alle Kanister mit dem wichtigen Naß zu füllen. Die Heidekrautregion löst sich langsam auf und nach etwa zwei Stunden ist man am Kibosattel. Hier gibt es keine Niederschläge. Zusammen mit dem Frostklima bewirkt dies ein Erscheinungsbild wie in der zentralasiatischen Wüste Gobi.
Die UV-Strahlung ist zur Mittagszeit am Äquator extrem stark und die Sauerstoffarmut zeigt ihre Wirkung. Der Kibosattel wird gequert und hinter Basaltbrocken taucht endlich die Kibo-Hütte auf, wo man sich auf den Gipfelaufstieg vorbereitet. Es ist hier oben mit Temperaturen um -10° C zu rechnen.
Vor dem Aufbuch sollte man soviel als möglich trinken. Um den Sonnenaufgang am Kraterrand mitzuerleben, muß man um ca. 1h früh losmarschieren. Der Aufstieg über die Geröllhänge ist sehr anstrengend. Das Erreichen des Kraterrandes Gillman´s Point gilt offiziell schon als Gipfelbesteigung. Auf den höchsten Punkt, den Uhru Peak, muß man sich jedoch noch über den dem eisigen Wind ausgesetzten Gipfelgrad weiterkämpfen. Die phantastische Fernsicht entschädigt dann für alle Strapazen. Am Gipfel steht ein kleines Kreuz, an welchem die sturmzerfetzten Wimpel vieler Nationen flattern.