Landkarte Äquatorial Guinea klein

ÄQUATORIAL GUINEA (GNQ)


Fahne Äquatorial Guinea

Übersicht:
Equatorial Guinea
República de Guinea Ecuatorial
Republic of Equatorial Guinea
Westafrika
Geographische Lage: 1°N - 4°N / 12°O - 16°O
Äquatorialguinea grenzt im Süden und Osten an Gabun, im Norden an Kamerun und im Westen an den Golf von Guinea. Die Insel Bioko (ehemals Fernando Pó) mit der Hauptstadt Malabo liegt 34 km vor der Küste. Die Inseln Corisco, Grande und Elobey sowie Annobón (ehemals Pagalu) liegen in Küstennähe und bieten schöne Strände. Mbini, die Provinz auf dem Festland, besteht hauptsächlich aus Wäldern, einigen Bergen und Plantagen in den Küstengebieten. Im Norden und Süden der Insel steigt das Land steil an. Die südliche Region ist zerklüftet und unzugänglich, die anderen Berghänge werden landwirtschaftlich genutzt oder sind besiedelt. Oberhalb des Ackerlandes liegen dichte Wälder.
Zeitzone: MEZ
Fläche: 28.051 qkm
Höchster Punkt: Pico Basile 3008 m
Tiefster Punkt: Atlantischer Ozean 0 m
Klima: Feucht-heißes Tropenklima, relativ trockene Periode von November bis Jänner.
Flora und Fauna: Vorherrschende Vegetationsform ist der tropische Regenwald. Zu den am meisten verbreiteten Baumarten gehören Mahagoni, Okwa (ein Maulbeer-gewächs mit eßbaren, bis zu 15 kg schweren Früchten), Kola, Mandora-Arten und Ölpalmen. Daneben sind Strauchgewächse, Farne und Lianen häufig vorkommend. Die Tierwelt des Landes ist artenreich. In den Regenwäldern sind Tieflandgorillas, Schimpansen, Meerkatzen, Mangaben und der braune Guereza die verbreitesten Affenarten. Auf Bioko lebt der Satansaffe, eine Unterart des westafrikanischen Stummelaffen. Leoparden, Waldelefanten, Waldbüffel, Okapis und Bongos, eine sehr seltene Großantilopenart, sind ebenso wie die Ducker (eine kleine Antilopenart) und die Schirrantilopen weit verbreitet.
Hauptstadt: Malabo
Bevölkerung: 504.000
Bevölkerungsdichte: 18/qkm
Ethnische Zusammensetzung: Fang 83%, Ndowe 4%
Religion: Christen 89%
Sprache: Amtssprache ist Spanisch. Die Bantu-Sprachen Fang sowie Bubi werden ebenfalls gesprochen. Kreolisches Portugiesisch, Pidgin-Englisch und Ibo sind verbreitet.
Politisches System: Präsidialrepublik seit 1982. Verfassung von 1991. Parlament (Cámara de Representantes del Pueblo) mit 80 Abgeordneten. Staatsoberhaupt: Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, seit 1979, 1996 wiedergewählt. Regierungschef: Angel Serafin Seriche Dougan, seit 1996. Unabhängig seit 1968 (ehemalige spanische Kolonie).
Währung: 1 CFAFranc = 100 Centimes
Durchschn. Kaufkraft/Jahr: 2.250 EUR
Wirtschaft: Äquatorialguinea exportiert hauptsächlich Holz, Kakao, Kaffee, Bananen und Gewürze. Die Lebensmittelproduktion deckt knapp den Eigenbedarf, die herstellende Industrie beschränkt sich auf die Holzverarbeitung.
Gute Aussichten für die wirtschaftliche Zukunft des Landes bieten Mineralvorkommen, darunter auch Gold und Uran, deren Abbau aufgrund unzulänglicher Infrastruktur, hoher Auslandsschulden sowie unverläßlicher Energieversorgung lange nahezu unmöglich war. Vor der Küste wurde Erdgas entdeckt, das seit den frühen neunziger Jahren exportiert wird.
Seit dem Anschluß an die Französische Währungszone hat der Außenhandel erheblich expandiert. Wichtigste Handelspartner sind Kamerun, die EU-Länder, vor allem Spanien, Liberia sowie die USA. Äquatorialguinea ist außerdem Mitglied der Zentralafrikanischen Zoll- und Handelsunion (UDEAC) und erhält umfangreiche Finanzhilfe aus dem Ausland.
Kaffee, Kakao, Maniok, Erdnüsse, Bananen, Ölpalmen, Viehzucht, Forstwirtschaft.
Zementfabriken, Zigeleien, Ölmühlen, Sägewerke.
Exportgüter: Kakao, Kaffee, tropische Hölzer.
Landwirtschaft: 20%
Industie: 60%
Dienstleistung: 20%
Lebenserwartung: 54 Jahre
Analphabetenrate Männer: 17%
Analphabetenrate Frauen: 26%
Information:


Das Land
Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs, Bioko (ehemals Fernando Pó) mit der Hauptstadt Malabo liegt 34 km vor der Küste. Die Inseln Corisco, Grande und Elobey sowie Annobón (ehemals Pagalu) liegen in Küstennähe und bieten schöne Strände. Mbini, die Provinz auf dem Festland, besteht hauptsächlich aus Wäldern, einigen Bergen und Plantagen in den Küstengebieten. Im Norden und Süden der Insel steigt das Land steil an. Die südliche Region ist zerklüftet und unzugänglich, die anderen Berghänge werden landwirtschaftlich genutzt oder sind besiedelt. Oberhalb des Ackerlandes liegen dichte Wälder.

Die Bevölkerung und die Wirtschaft
Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Bantu. Sie bauen Kakao, Kaffee, Bananen, Zuckerrohr, Sisal und Baumwolle an, erzeugen Palmprodukte und gewinnen Edelhölzer. Wichtig ist der Fischfang. Die Industrie beschränkt sich auf einige Sägewerke in Mbini und mehrere Kraftwerke, u. a. ein Wasserkraftwerk bei Malabo (früher Santa Isabel).

Die Geschichte
Die Insel Bioko, seit etwa 1500 portugiesisch, ging 1778 in spanischen Besitz über. Mbini wurde 1900 von Spanien kolonisiert. Die spanische Regierung gewährte den beiden Besitzungen 1963 Autonomie und am 12. 10. 1968 die Unabhängigkeit. Trotz tiefer sozialer Gegensätze bildeten sie einen gemeinsamen Staat. Staatspräsident wurde F. M. Nguema. Er hob 1969 die Verfassung auf und errichtete eine terroristische Diktatur, die zu den brutalsten auf dem afrikanischen Kontinent gehörte. Zehntausende angeblicher Gegner wurden ermordet; die kleine Intelligenzschicht wurde fast völlig ausgerottet. Nach Schätzungen von Beobachtern floh ein Drittel der Bevölkerung ins Ausland. Nahezu alle Beziehungen zur Außenwelt wurden abgebrochen. Eine gewisse Unterstützung genoss Nguema von Seiten der Sowjetunion. 1979 wurde Nguema von einer Offiziersgruppe unter Oberst T. Obiang Nguema Mbasogo gestürzt und wenig später hingerichtet. 1991 trat eine neue Verfassung (Mehrparteiensystem) in Kraft. Das Regime unterdrückte aber weiter die demokratischen Kräfte des Landes. Deshalb boykottierten die Oppositionsparteien die Parlamentswahlen im November 1993, die ersten seit der Unabhängigkeit. Bei Präsidentschaftswahlen 1996 wurde Obiang Nguema Mbasogo im Amt bestätigt.

Reiseinformation
Hauptanziehungspunkt ist die atemberaubende Landschaft, vor allem die zum Teil noch erhaltenen Regenwälder und die Mangrovenküste in der Provinz Mbini.
In der Hauptstadt Malabo auf der Insel Bioko gibt es schöne alte Kolonialgebäude und ein spanisches Kulturzentrum. An klaren Tagen bietet der Berg Pico de Malabo eine schöne Aussicht auf die Stadt.
Der Ort Luba, ca. eine Autostunde von Malabo entfernt, hat herrliche, einsame Strände.
Bata ist die größte Stadt auf dem Festland und dient in erster Linie als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in die Umgebung, zum Beispiel an die schönen Strände in der Nähe von Mbini (50 km südlich von Bata).

Verkehrsmittel:
FLUGZEUG: Fast tägliche Flugverbindungen zwischen Malabo und Bata, Vorausbuchung wird empfohlen. Inhaber eines internationalen Pilotenscheins können in Malabo Kleinflugzeuge mieten.
SCHIFF: Eine Fähre verkehrt zwischen Malabo, Bata und Douala (Kamerun), die Fahrt dauert etwa 12 Stunden. Es gibt vier verschiedene Preisklassen.
BUS/PKW: Asphaltstraßen sind selten. Auf Bioko sind die Straßen im Norden besser. Buschtaxis können stunden- und tageweise gemietet werden und verbinden Malabo mit den beiden anderen größeren Städten der Insel, Luba und Riaba. Autovermietungen gibt es nicht. Ein Minibus fährt von Bata nach Mbini (Fahrzeit: 1 Stunde), nach Acalayong (6 Stunden) und nach Ebebiyin (8-10 Stunden während der Trockenzeit).

Unterkunft:
HOTELS: In Malabo, Bata und Ebebiyin findet man je drei Hotels unterschiedlichen Standards. Ein weiteres Hotel gibt es in Luba. In Malabo stehen außerdem einfachere Unterkünfte zu Verfügung (zwei befinden sich in der Avenida de las Naciónes), Badezimmer/Waschgelegenheiten teilt man mit anderen Gästen.


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